Wir verurteilen Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen und sehen sein Erstarken in den letzten Jahren auch in Deutschland als große Gefahr. Die CDU-Fraktion unterstreicht daher ausdrücklich die herausragende Bedeutung eines Gedenkortes mit einer Bildungs-, Vermittlungs- und kulturellen Begegnungsstätte am Alten Leipziger Bahnhof für Dresden, Sachsen und bundesweit. Die Landeshauptstadt Dresden ist angehalten, ihrer historischen Verantwortung auch für zukünftige Generationen gerecht zu werden.
Das Nutzungs- und Betreibungskonzept für einen Gedenkort mit einer Jüdischen Bildungs-, Vermittlungs- und kulturellen Begegnungsstätte Alter Leipziger Bahnhof, erstellt durch den Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e. V. im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden, nehmen wir zur Kenntnis.
Zur Sicherung der weiteren inhaltlichen Arbeit des „Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e. V.“ im Jahr 2026 schlagen wir eine geteilte Projektförderung im Rahmen einer Zuwendung vor:
Für die Durchführung der Ausstellung „Jüdische Realitäten“ (vom 20.08. – 10.09.2026) sollen 32.000,00 Euro bereitgestellt werden.
Für die Erarbeitung von Bildungs- und Vermittlungsangeboten (bspw. Unterrichtsmodule, Workshops, Führungen, Rundgänge) insbesondere für die Klassenstufen 8 und 9 als Angebot an Schulen in Dresden und Umgebung sind weiter 12.000,00 EUR zur Verfügung zu stellen
Es ist aber sinnvoll, die Weiterentwicklung des Nutzungs- und Betreibungskonzeptes zurückzustellen, bis Klarheit hinsichtlich einer Verfügbarkeit der benötigten Flächen besteht. Der Oberbürgermeister sollte dem Stadtrat bis spätestens 30.05.2026 eine Vorlage vorlegen, die den Eigentumsübergang für die benötigten Flächen zum Gegenstand hat.