Nutzung der Grünanlage an der Würzburger Straße verboten
Anlässlich des CDU-Kinderfestes am 1. Juni wurden wir auf ein Problem bei der Nutzung des Bienertschen Parks an der Würzburger Straße durch die Hortkinder der 49. Grundschule aufmerksam gemacht. Stadtrat Thomas Lehmann nahm daraufhin Kontakt zur Schulleitung auf, um sich über den aktuellen Sachstand zu informieren.
Tatsächlich stellte sich heraus, dass die seit Jahren geübte Praxis, wonach die Kinder des Hortes den angrenzenden Park mitnutzen konnten, nicht mehr möglich sein sollte. Dadurch konnten die Kinder ihre eigentliche Hortfläche erweitern und zusätzliche Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten nutzen. Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft hatte dem Hort die Nutzung des Parks untersagt und das bereits vor Jahren eigens dafür eingebaute Tor zwischen Schule und Park verschlossen.
Man könnte hier durchaus von einer kleinen „Ämterposse“ sprechen. Nachdem die zuständige Bürgermeisterin Eva Jähnigen den Sachverhalt zunächst abstritt, musste sie in der Stadtratssitzung am 25. Juni 2026 dennoch ein Kommunikationsdefizit einräumen. Gleichzeitig versprach sie, künftig für eine bessere und ordentliche Zusammenarbeit zwischen ihrem Geschäftsbereich und der Schule beziehungsweise dem Hort zu sorgen.
Für diese Juni-Stadtratssitzung hatten wir gemeinsam mit der SPD einen Eilantrag eingereicht. Ziel war und ist es, sicherzustellen, dass die Schule beziehungsweise der Hort den Park auch künftig nutzen kann. Dabei sollte insbesondere geklärt werden, welche Voraussetzungen dafür notwendig sind und welchen Beitrag auch die Schule leisten kann – beispielsweise durch die Übernahme von Pflege- oder Betreuungsleistungen im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft.
In den vergangenen Monaten wurde zudem auf dem Außengelände der Schule intensiv gebaut. Die Schule hat eine neue Turnhalle erhalten, während die alte Turnhalle saniert wurde und weiterhin genutzt werden kann. Darüber hinaus entsteht derzeit eine neue Laufbahn auf dem Außengelände.
Diese Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen sind richtig und wichtig. Gleichzeitig führen sie dazu, dass sich die auf dem Schulgelände zur Verfügung stehende Freifläche weiter reduziert. Umso wichtiger ist es, den Zugang zum angrenzenden Park wieder zu ermöglichen und dauerhaft sicherzustellen.
Leider herrschte über die Sommermonate erneut Funkstille. Anfang August habe ich deshalb noch einmal bei der zuständigen Beigeordneten nachgefragt. Am 14. August erhielten die Schule, der Hort sowie die beteiligten Stadträte schließlich ein Informationsschreiben aus dem Geschäftsbereich Umwelt und Klima, Recht und Ordnung von Bürgermeisterin Eva Jähnigen.