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Carolabrücke – schnell und flexibel für die Zukunft bauen.

verfasst am 19.03.2026

Die aktuelle Debatte um den Wiederaufbau der Carolabrücke zeigt, dass viele Dresdnerinnen und Dresdner vor allem eines wollen: einen schnellen Wiederaufbau der Brücke. Gleichzeitig gibt es einige Kritiker, deren wichtigstes Ziel es zu sein scheint, dem Autoverkehr möglichst wenig Raum zu geben. Die Brücke selbst ist dabei nur Mittel zum Zweck.

Allerdings ist der mit breiter Mehrheit gefasste Beschluss des Stadtrats eindeutig. Daran haben sich die beauftragten Planungsbüros zu halten – und nicht nur zu orientieren, wie manche fälschlich meinen.

Es ist falsch anzunehmen, dass der Radverkehr von einer Einengung des Kfz-Verkehrs profitieren würde. Entscheidend für die Radfahrer ist, dass die Brücke an beiden Enden gut angebunden ist – auch an den Elberadweg. Die Mindestbreiten für die Radwege auf der Brücke sind ohnehin vorgeschrieben. Die Planer haben außerdem bereits gezeigt, dass sich mit einer Reduzierung der Brückenzüge (früher A, B und C) die Breite und damit auch die Kosten verringern lassen.

Unabhängig von der Zahl der Fahrspuren braucht es für die Anschlüsse auf der Altstädter und der Neustädter Seite eine durchdachte Lösung, die sich im Rahmen des in Aussicht gestellten beschleunigten Genehmigungsverfahrens umsetzen lässt. Genau dafür wurden die vier Planungsbüros beauftragt: Sie sollen auf Grundlage des Stadtratsbeschlusses und der geäußerten Nutzerwünsche vier Vorschläge erarbeiten.

Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende Heike Ahnert:
"Ich bin so froh, dass wir eine Mehrfachbeauftragung von Planungsbüros durchgesetzt haben und damit einen echten Wettstreit der Ideen – ohne Zeitverlust. Die gestern der Öffentlichkeit präsentierten Entwürfe haben gezeigt: leistungsfähige sowie gestalterisch ansprechende schmale Lösungen sind möglich. Wer jetzt darüber hinausgehende Forderungen stellt, riskiert eine Verzögerung des Neubaus um mehrere Jahre. Das würde die Planungs- und Baukosten deutlich erhöhen und zusätzlich auch wirtschaftlichen Schaden verursachen.

Wenn Planer Varianten mit zwei Spuren untersuchen möchten, steht ihnen das unentgeltlich frei – maßgeblich sind jedoch Entwürfe mit vier Spuren. Nur diese entsprechen dem klaren Auftrag des Stadtrates und nur das kann honoriert werden.“

Bettina Kempe-Gebert: Sprecherin für Bau und Stadtentwicklung untermauert die Forderung:
„Die Anbindung der Verkehrsspuren an den Knotenpunkten Carolaplatz und Rathenauplatz sind sehr anspruchsvoll und sollen uns zukunftsfähige spätere Verkehrsraumgestaltungen eröffnen. Wenn die Knotenpunkte und die Lage der Straßenbahn angefasst werden sollten, wird das wohl nicht ohne Planfeststellung gehen. Bei der Bürgerbeteiligung wurde sichtbar, dass sich die Diskussion von der Anzahl der Autospuren hin zu den wichtigen Themen verlagert hat: die Anbindung an den Elberadweg, Nutzung der Flächen unter der Brücke, Aufenthaltsqualität auf der Brücke, Gestaltung, nächtliche Anmutung. Es hat sich bestätigt, dass durch das Bewerbungsverfahren vier herausragende Planungsteam gefunden wurden, mit denen die Bürger auch in den nächsten Beteiligungsformaten offen und konstruktiv diskutieren können.“

Presseecho:
TAG24 Dresden: Carolabrücke: Spuren-Streit überschattet Neubau-Pläne
TAG24 will wissen: Welche Carolabrücke darf es sein?
DNN: Zwei oder vier Spuren? Warum diese Debatte um die Carolabrücke noch nicht beendet ist (€)
Mehr Flexibilität“ für die Planer? Streit um Fahrspuren auf der Carolabrücke in Dresden neu entfacht (€)
SZ: Carolabrücke-Planer stellen ihre Ideen vor: Wie soll die neue Brücke aussehen? (€)