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Verwaltungsvorlage scheitert bereits im Ausschuss

verfasst am 05.09.2025

Quo vadis Jugendkunstschule?

Der Kulturausschuss hat in seiner Sitzung am 2. September federführend über das Schulkonzept der Jugendkunstschule (JKS) Dresden für die Jahre 2025-2035 beraten. Für die Sitzung hatte unsere Fraktion einen Ersetzungsantrag eingereicht. Dieser hatte zum Gegenstand, das vorgelegte Schulkonzept abzulehnen und stattdessen die Überführung der JKS in die Strukturen der Volkshochschule Dresden zum 01.01.2027 zu prüfen. Weder der Ersetzungsantrag noch die Verwaltungsvorlage fand im Ausschuss eine Mehrheit.

Dazu erklärt Mario Schmidt, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:
„Das Abstimmungsergebnis ist eine Klatsche für die (linke) Kulturbürgermeisterin. Drei Jahre lang haben sich die Beschäftigten in der Jugendkunstschule mit der Erarbeitung eines Schulkonzeptes beschäftigt, welches am Ende die politischen Entscheidungsträger nicht überzeugen kann. Die Verantwortung dafür trägt die Bürgermeisterin, denn sie hat den Auftrag zur Erarbeitung des Konzeptes ohne vorherige Rückkopplung mit dem Fachausschuss erteilt.

Wer das Konzept vollumfänglich liest, der stellt fest: Es geht nicht darum, möglichst viele bedarfs- und zielgruppengerechte Angebote für Kinder und Jugendliche zu unterbreiten. Vielmehr wird eine überbordende Verwaltungsstruktur geplant, die sich nicht in einer Angebotsverbesserung niederschlägt. Ein Selbstverständnis, die Jugendkunstschule in den Stadtteilen als Community Manager zu verankern und die Generation 55+ als neue Zielgruppe zu erschließen, haben mit dem eigentlichen Ziel einer Jugendkunstschule nichts zu tun. Für Angebote zum Lebenslangen Lernen haben wir in Dresden eine gut aufgestellte Volkshochschule, die von der Stadt entsprechend mitfinanziert wird. Wir sehen hier klare Synergieeffekte, weshalb wir eine Zusammenführung der Strukturen vorschlagen. Den Aufbau von Doppelstrukturen lehnen wir ab.“

Für die Volkshochschule Dresden e.V. hatte der Stadtrat vor einiger eine Rechtsformüberprüfung beauftragt. Diese ist noch nicht abgeschlossen.

„Sollte sich im Zuge der Überführung der JKS in die Volkshochschule eine andere Rechtsform als sinnvoller erweisen, dann sind wir dafür grundsätzlich offen.“, so Mario Schmidt weiter und abschließend.

Unseren Ersetzungsantrag werden wir in der beschließenden Stadtratssitzung am 18.09.2025 erneut zur Abstimmung stellen. Wir sind nach wie vor überzeugt, dass dieser Antrag zielführend und richtig ist.

Bildnachweis: Sven Döring (DML-BY)