Wochenmaerkte 3

Konzessionsentgelt ist kein Sanierungsbudget

Marktpreise dürfen nicht zur Marktverhinderung werden

Die jüngste Kritik der Grünen an der erneuten Vergabe der Konzession für die Dresdner Wochenmärkte greift zu kurz und verkennt die wirtschaftlichen Realitäten, unter denen Wochenmärkte überhaupt betrieben werden können.

Dazu Steffen Kaden, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:
Von den gezahlten Konzessionsentgelten lassen sich Plätze und Straßen, auf denen die Märkte stattfinden, nicht sanieren. Das ist weder in Dresden noch in irgendeiner anderen Stadt in Deutschland realistisch. Die Umsätze, die auf Wochenmärkten erzielt werden, sind schlicht zu gering, um daraus eine bauliche Erneuerung der Infrastruktur zu finanzieren. Wer anderes behauptet, verkennt die wirtschaftliche Basis des Marktwesens.“

Die jährlich rund 250.000 Euro, die die Marktgilde an die Stadt zahlt, dienen in erster Linie der Deckung von Verwaltungs- und Betriebskosten. Sie können nicht die bauliche Unterhaltung städtischer Flächen ersetzen – das ist eine kommunale Aufgabe.
Plätze und Straßen sind öffentliches Eigentum, und deren Instandhaltung fällt in die Zuständigkeit der Stadt, unabhängig davon, ob dort Märkte, Stadtfeste oder andere Veranstaltungen stattfinden.

„Wenn die Forderung erhoben wird, die Konzessionsabgabe zu erhöhen, um daraus Investitionen zu finanzieren, hätte das nur eine Konsequenz: Es würden immer weniger Händler kommen.“, warnt Steffen Kaden eindringlich und ergänzt: „Die Margen im Marktgeschäft sind ohnehin eng. Eine weitere Preisschraube würde den Wochenmärkten den Boden entziehen – mit dem Ergebnis, dass weniger Vielfalt, weniger Frischeangebote und letztlich weniger Märkte überhaupt stattfinden könnten.
Damit wäre niemandem geholfen – weder den Bürgerinnen und Bürgern noch der Stadt.“

Die Stadt hat die Verantwortung, gute Rahmenbedingungen für lebendige Märkte zu schaffen:

  • Saubere, sichere und gepflegte Plätze,
  • funktionierende Infrastruktur (Wasser, Strom, Entwässerung),
  • und eine Kooperation mit den Marktbetreibern, die den Handel fördern statt behindern.

Steffen Kaden abschließend: „Wer Märkte erhalten und stärken will, muss also in die Infrastruktur investieren, nicht sie über Konzessionsgebühren finanzieren wollen.
Es gilt: weniger konsumieren – mehr investieren.
Wenn dieser Grundsatz auch von den Grünen geteilt würde, dann gäbe es an dieser Stelle einen echten gemeinsamen Nenner.“