Kleingaerten 5N

Kleingartenvereinen bei der abwassertechnischen Erschließung unterstützen

verfasst am 09.12.2025

Am Donnerstag entscheidet der Stadtrat über die Unterstützung von Kleingartenvereinen bei der abwassertechnischen Erschließung von Gartensparten in Trinkwasserschutzgebieten. Eigentlich hatte der Stadtrat eine solche Unterstützung in Höhe von 100.000 Euro bereits mit dem Haushalt beschlossen, allerdings gab es dafür noch keine entsprechende Fachförderrichtlinie. Ohne eine solche Richtlinie dürfen aber keine Fördergelder ausgereicht werden. Da die Erarbeitung dieser Richtlinie sich bis in den November hinzog, wäre eine Inanspruchnahme der Gelder im Jahr 2025 nicht mehr möglich gewesen.

Während die Kämmerei die Gelder gern zur Deckung des Gesamthaushalts verwendet hätte und damit eine Übertragung nach 2026 ablehnte, fasste der federführende Umweltausschusses auf unseren Antrag hin, einstimmig einen anderen Beschluss. Die vom Stadtrat zur Verfügung gestellten Gelder sollen für diesen Zweck auch 2026 (abzüglich der Kürzungen durch die Bewirtschaftungssperre) zur Verfügung stehen. Nach dem einstimmigen Beschluss des Ausschusses ist mit einer klaren Zustimmung auch des Stadtrats zu rechnen.

Das mag ein vergleichsweise kleiner Betrag sein; den betroffenen Kleingartenvereinen wird er aber eine große Hilfe sein.

Hintergrund ist, dass durch verschärfte Regelungen zum Grundwasserschutz in Kürze keine dezentrale Abwasserentsorgung mehr zulässig sein wird. Die Vereine müssen daher entweder an das zentrale Abwassernetz angeschlossen werden oder eine zentrale Sammelgrube errichten. Beides ist mit sehr hohen Kosten verbunden, die insbesondere kleinere Vereine schnell überfordern würden. Die Unterstützung dieser Vereine ist daher nicht nur ein Beitrag zur Förderung unseres Kleingartenwesens, sondern auch des Trinkwasser- und Umweltschutzes in unserer Stadt.