Die Gostritzer Straße gehört zu den schlechtesten Straßen in ganz Dresden, die grundhafte Sanierung wurde vom Stadtrat schon 2014 beschlossen. Nach mehreren Verschiebungen teilt die Stadtverwaltung nun in einer Beschlusskontrolle mit, dass sie einen Baubeginn Ende 2027 anstrebt, die Bereitstellung finanzieller Mittel vorausgesetzt.
Dazu erklärt Mario Schmidt, Stadtrat für den Dresdner Südosten:
„Seit Jahren erhalten wir wiederkehrend nahezu wortgleiche Beschlusskontrollen, ein Planungsfortschritt ist nicht erkennbar. Inzwischen muss man daran zweifeln, dass die Verwaltung wirklich willens ist, die Gostritzer Straße jemals in einen zeitgemäßen Zustand zu versetzen.“
Außerdem teilt die Verwaltung mit, dass bei den beteiligten Ingenieurbüros ein deutlicher Fachkräftemangel wahrzunehmen ist. Man habe entschieden, den bestehenden Ingenieurvertrag aufzulösen und ein leistungsstärkeres Ingenieurbüro zu suchen.
Dazu Mario Schmidt weiter: „Diese Erkenntnis ist nicht neu. Schon bei einer Akteneinsicht im Jahr 2022 konnte man genau Hinweise auf diesen Umstand in den Akten erkennen. Die Entscheidung der Stadtverwaltung, mitten im Rennen die Pferde zu wechseln, kommt drei Jahre zu spät. Ich gehe davon aus, dass ein neues Ingenieurbüro mit einer klaren Fristsetzung beauftragt wird. Zudem erwarte ich, von Baubürgermeister Kühn, dass er die Finanzierung im nächsten Doppelhaushalt einplant. Denn er war es, der die bereits eingeplanten Mittel im Haushalt zugunsten anderer Projekte umgewidmet hat.“
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