Die CDU-Fraktion erneuert Kritik an Fahrradzählern und will Mittel umwidmen
Mit dem Eintrag der Landeshauptstadt in das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler 2025 wegen teurer und fragwürdiger Fahrradbarometer, bestätigt sich die von der CDU-Fraktion schon im Vorfeld geäußerte Kritik an einer für den Fahrradverkehr nicht zielführenden Ausgabe. Es besteht weiterhin ringender Korrekturbedarf in der Prioritätensetzung der Stadt. Der Geschäftsbereich von Bau- und Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn (Grüne) ist leider ein verlässlicher Garant für Ausgaben, auf die wir gerne verzichten würden - wir uns auch schlicht nicht leisten können. Die CDU-Fraktion fordert daher per Eilantrag einen sofortigen Stopp der geplanten Radverkehrszähler-Projekte zugunsten der Neustädter Hauptstraße in Dresden.
„Dresden braucht Vernunft statt Fahrradzähler“, so Johannes Schwenk, Stadtrat für die Neustadt. „Statt noch mehr Geld in Messsäulen zu stecken, sollten wir endlich in sichere und funktionale Wege investieren – besonders auf der Hauptstraße in der Neustadt.“
Der Eilantrag sieht vor, dass der Oberbürgermeister den Stadtrat umgehend informiert, welche Projekte bereits beauftragt wurden und welche noch gestoppt werden können. Bestehende Verträge sollen geprüft und – sofern rechtlich und wirtschaftlich vertretbar – aufgehoben werden.
Die freiwerdenden Mittel sollen stattdessen in eine verkehrsplanerische Konzeption für die Hauptstraße fließen. Diese soll eine klare Trennung von Rad- und Fußverkehr schaffen, den denkmalgeschützten Charakter der Flaniermeile wahren und die Anliegen von Gewerbetreibenden, Eigentümern und Anwohnern berücksichtigen.
„Die Hauptstraße ist Dresdens wichtigste Fußgängerachse nördlich der Elbe – sie verdient eine Lösung mit Maß und Verstand, nicht neue Konflikte auf engem Raum“, betont Schwenk. „Zählen hilft nicht, wo Planen gefordert ist. Dresden muss gestalten, nicht nur messen.“
Die Diskussion um die Verkehrssituation auf der Hauptstraße hat in den vergangenen Monaten deutlich an Dynamik gewonnen – zu Recht, denn die Konflikte zwischen Fuß- und Radverkehr haben für viele Anwohnende, Gewerbetreibende und Besucher der Neustadt ein nicht mehr tragbares Ausmaß erreicht.
Gleichzeitig ist der Radverkehr in unserer wachsenden Stadt ein zentrales Element moderner, nachhaltiger Mobilität. Unser Ziel als CDU ist deshalb eine Lösung, die Sicherheit, Klarheit und Fairness für alle Beteiligten schafft – ohne ideologische Scheuklappen, aber mit politischem Gestaltungswillen.
Presseberichte: ▶️ Radio Dresden