Geystrasse Cschmidt 4

Dresden braucht Wohnraum und keine Brachflächen

Verwaltung verbummelt Erschließungsplanungen für das Baugebiet Geystraße

In Zeiten eines allseits geforderten Bauturbos blockiert die Landeshauptstadt Dresden weiterhin die Schaffung neuen Wohnraumes. Seit mehr als fünf Jahren gibt es für den
Bebauungsplan 336 an der Geystraße einen rechtskräftigen Satzungsbeschluss und somit Baurecht. Die Stadt Dresden als Eigentümerin des Areals plant hier die Errichtung von
Einfamilienhäusern in Erbpacht. Obwohl der Stadtrat bereits seit dem Doppelhaushalt 2023/2024 die erforderlichen Planungs- und Erschließungskosten zur Verfügung gestellt hat, lässt der Baubeginn weiter auf sich warten.

Auf Anfrage teilte der Oberbürgermeister in der vergangenen Woche mit, dass man mit den Erschließungsarbeiten im vierten Quartal 2027 beginnen will. Hingegen wurde im März dieses Jahres der Beginn der Erschließungsarbeiten noch mit April 2026 benannt. Bis dahin hat die Stadtverwaltung voraussichtlich aber gerade mal die Entwurfsplanung abgeschlossen. Dabei waren und sind die Planungen von keiner Haushaltssperre betroffen.

Dazu erklärt Mario Schmidt, Stadtrat für den Wahlkreis Prohlis:
„Obwohl Wohnraum, insbesondere für Familien, in Dresden dringend benötigt wird, verschläft die Stadtverwaltung hier ganz offensichtlich die Entwicklung. Mit dem Beschluss zur Errichtung der temporären Containerunterkünfte für Asylbewerber hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, parallel die Erschließungsarbeiten durchzuführen, um nach dem Rückbau der Container zeitnah mit der Vermarktung der Grundstücke beginnen zu können.

Seit 2023 hat die Stadtverwaltung Geld für die Erschließung, diese Haushaltsposition hatte die CDU seinerzeit im Begleitbeschluss hineinverhandelt. Dass in den vergangenen Jahren nichts passiert ist, ist ein Armutszeugnis für die Verwaltung. Wer so agiert (oder eben nicht agiert), braucht sich über den Wegzug junger Familien ins Umland nicht wundern.

Ich fordere Baubürgermeister Stephan Kühn auf, dringend die Prioritäten in seinem Geschäftsbereich neu zu justieren. Dresden braucht Wohnraum und keine Brachflächen.“