Mario Schmidt, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, zeigt sich überrascht und irritiert:
„Dresden ist eine Kulturmetropole von Weltrang. Mit den bestehenden Kultureinrichtungen und Ensembles der Stadt und des Freistaates spielen wir an der Weltspitze mit. Die Dresdner Musikfestspiele unter Leitung ihres Intendanten Jan Vogler locken Jahr für Jahr Spitzenmusiker und damit verbunden auch Publikum aus aller Welt nach Dresden. Die Besucherzahlen belegen diesen Erfolg.
Ob in der aktuellen Situation der Kultureinrichtungen – nicht nur in Dresden – der Aufbau einer neuen Akademie insbesondere auch mit dem Neubau eines eigenen Gebäudes mit Orchester- und Konzertsaal – notwendig und die richtige Prioritätensetzung ist, wage ich zu bezweifeln.“
Zudem stellt sich die Frage, warum bei einem Vorhaben dieser Größenordnung der Stadtrat nicht im Vorfeld einbezogen wurde. Die Dresdner Musikfestspiele sind organisatorisch im Amt für Kultur und Denkmalschutz angesiedelt, ein Fördermittelantrag beim Bund konnte also nur mit Unterstützung der Kulturverwaltung erfolgen.
„Die Verwaltungsspitze beweist leider einmal mehr, wie wenig ihr an einer vertrauensvollen und konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Stadtrat gelegen ist.“, so Mario Schmidt abschließend.