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Nikolov: Jüdisches Museum soll Generationenzentrum werden

Palais Oppenheim bester Standort

Der Stadtrat hat einstimmig seinen Willen erklärt: Dresden wird ein Jüdisches Museum bekommen. Das Haus soll ein öffentlicher und lebendiger Ort sein, der für Publikumsverkehr gut zugänglich ist und auch bereits bestehenden Kulturinitiativen eine Bühne bietet. Es ist sehr wichtig, dass es mehr als ein Mahnmal für den Holocaust ist, sagt unsere kulturpolitische Sprecherin Petra Nikolov:

"Das neue Jüdische Museum sollte ein Haus werden, in dem die gesamte jüdische Geschichte Platz findet. Wir stellen es uns als ein Zentrum für alle Generationen vor. Ein Kindergarten könnte dort genauso Platz finden wie eine Seniorenresidenz, regelmäßige Schulklassen-Besuche sind denkbar. Auch ein Café und interaktive Religionsausübung können wir uns vorstellen.

Jüdische Geschichte wird verständlicherweise immer zuerst mit den Ereignissen während der Hitlerdiktatur in Verbindung gebracht. Die Erinnerung an die Deportationen vom Alten Leipziger Bahnhof ist noch sehr lebendig. Diesen würden wir als Ort auch unterstützen, jedoch wäre das Gelände des alten Palais Oppenheim noch besser geeignet. Es liegt in der Nähe des Stadtzentrums, und der historische Springbrunnen ließe sich gut mit einbinden."

Der Stadtrat hatte bereits 2018 beschlossen, das 1951 gesprengte Gebäude originalgetreu wieder aufzubauen. Seitdem wird ein Investor gesucht. Der Oberbürgermeister ist nunmehr beauftragt, zeitnah mit Freistaat, Bund und dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Sachsen Gespräche zu führen.

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