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Krüger: "Bedenklich, dass Gewaltächtung nicht mal auf dem kleinsten Nenner funktioniert"

Wir fordern einen Runden Tisch zu zunehmender Gewalt im Ehrenamt

Der Buttersäure-Anschlag auf das Buchhaus Loschwitz von Stadträtin Susanne Dagen ist inzwischen einige Zeit her, alle Fraktionen im Stadtrat haben in der von uns beantragten Aktuellen Stunde den Übergriff scharf verurteilt. Doch nicht alle Fraktionen haben unsere gemeinsame Erklärung unterzeichnet.

Unser Fraktionschef Peter Krüger zeigt sich irritiert:

“Wir hatten die Erklärung allen Fraktionen zugesandt. Rückmeldungen gab es von FDP, Freien Wählern und AfD. Grüne, Linke, SPD und Dissidenten haben nicht einmal reagiert.

Die Ablehnung von Gewalt ist der kleinste gemeinsame Nenner, den man im Stadtrat finden kann. Nicht einmal das hat funktioniert. Dass das linke Lager nach dem Vogel-Strauß-Prinzip vorgeht, halte ich für nicht in Ordnung.

Die Ächtung von Gewalt ist für uns nicht nur ein Lippenbekenntnis. Wir sehen das Thema nicht als einmaligen Vorstoß, sondern wollen es dauerhaft in der Gesellschaft etablieren.

Unser Ziel ist ein Runder Tisch unter Leitung des Oberbürgermeisters oder auch des Beigeordneten für Ordnung und Sicherheit, um das Thema Gewalt im Ehrenamt allgemein zu beleuchten. Rettungskräfte werden immer häufiger angegriffen, Sanitäter in ihrer Arbeit behindert. Auch Fußballschiedsrichter in kleineren Spielen werden bedroht und bedrängt.

Mit diesen Zuständen wollen wir uns nicht abfinden und fordern einen breiten gesellschaftlichen Diskurs. Der Stadtrat als oberstes Entscheidungsgremium muss mit gutem Beispiel vorangehen.”

👉 https://drive.google.com/file/...

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