Die Zukunft der Dresdner Krankenhäuser liegt in Ihren
Händen - Worum geht es eigentlich beim Bürgerentscheid am
29. Januar 2012?
Am 29. Januar ist Wahltag für die Dresdner Bürgerinnen
und Bürger. Der dritte Bürgerentscheid in der noch jungen
Dresdner Geschichte seit der politischen Wende steht in
zwei Wochen ins Haus und es geht um nicht weniger als um
die Zukunft der medizinischen Versorgung der sächsischen
Landeshauptstadt. Die wirtschaftliche Lage der
beiden städtischen Krankenhäuser hat sich in den
vergangenen Jahren dramatisch und in einem nicht mehr
verantwortbaren Maße verschlechtert: Allein in den letzten
drei Jahren ist den beiden Eigenbetrieben ein Defizit von
über 11 Mio. Euro entstanden - und das trotz Auflösung
ihrer Rücklagen! Dass diese enormen Verluste zum einen
dringend notwendige Investitionen z.B. in moderne
Medizintechnik sowie Gebäude-sanierung verhindern und zum
anderen finanzielle Ressourcen der Stadt bündeln, die in
andere Projekte wie z.B. den Bau von Schulen und
Kindertagesstätten oder wichtige infrastrukturelle
Maßnahmen besser investiert wären, verharmlosen und
verschweigen die linken Initiatoren des Bürgerentscheids.
Dabei könnte der Weg aus der Krise in diesem Fall
nicht nur unkompliziert, sondern auch für nahezu alle
Beteiligten mit Vorteilen verbunden sein: Denn die von CDU,
FDP, Grünen und BürgerBündnis/Freie Bürger angestrebte
Rechtsformänderung der Krankenhäuser - um nichts anderes
als diesen rein formalen Prozess geht es - würde das Übel
an der Wurzel beseitigen. Die Organisationsform
„Eigenbetrieb“ ist für moderne Krankenhäuser nicht mehr
praktikabel und erst recht nicht wirtschaftlich. Daher gibt
es in ganz Sachsen neben den beiden Dresdner Krankenhäusern
lediglich ein weiteres, welches noch in der antiquierten
Rechtsform „Eigenbetrieb“ organisiert ist. Die gegenseitige
Konkurrenz, welche sich die Häuser Friedrichstadt und
Neustadt durch diese Rechtsform machen, ist ein großer
Faktor bei der Entstehung der enormen finanziellen
Defizite. Daher kann der einzig gangbare Weg nur
der einer Fusion jener beiden Eigenbetriebe zu einer
gemeinnützigen GmbH sein. Diese moderne und zukunftsfähige
Organisationsform wird mittlerweile sowohl sachsen- als
auch deutschlandweit bevorzugt, denn eine gGmbH ist aus
verwaltungstechnischer Sicht weniger schwerfällig und daher
flexibler, um auf tagesaktuelle Gegebenheiten reagieren zu
können. Fast alle gGmbHs in Sachsen arbeiten dadurch
inzwischen nicht nur medizinisch, sondern auch
wirtschaftlich erfolgreich. Zuletzt wollen wir „dem
Argument“, um nicht zu sagen „der gezielten
Fehlinformation“ seitens der Befürworter des
Bürgerentscheids, die Umwandlung in eine gGmbH wäre der
erste Schritt hin zur Privatisierung der Krankenhäuser,
entschieden entgegentreten: Denn in der Rechtsform einer
gemeinnützigen GmbH bleiben die Dresdner Krankenhäuser
ebenso vollständig in städtischem Eigentum wie bisher.
Daran geknüpft ist also auch das Bekenntnis zum TVöD,
welches die finanzielle Sicherheit der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter garantiert und den linken Vorwurf des
bevorstehenden Lohndumpings entwertet. Als weiterer
Vorteil ist die Fusion der beiden nur bedingt effektiven
Verwaltungsstrukturen zu sehen. Hier später frei werdende
Stellen werden nicht wieder besetzt. Dies könnte also
anschließend - sofern es die neue Klinikleitung befürwortet
- zu einer Aufstockung des Pflegepersonals führen.
Am 29. Januar treffen Sie die Entscheidung
darüber, ob die beiden städtischen Kranken-häuser sich nach
dem Bürgerentscheid weiterhin als ineffiziente
Eigenbetriebe mit hohen finanziellen Verlusten in
antiquierten Strukturen wiederfinden sollen, oder ob sie
sowohl im Rahmen der medizinischen als auch der
wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gestärkt als eine
gemeinsame gemeinnützige GmbH zukunftsfähig und so für die
kommenden Herausforderungen gewappnet sind.
Deswegen am 29. Januar: NEIN zum Erhalt der Eigenbetriebe!

Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt

Krankenhaus Dresden-Neustadt

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