Tagesmütter brauchen eigene Vertretung
Im Gespräch mit Bürgermeister Seidel
Eine Initiative von ca. 40 Sprecherinnen und Sprechern
der Dresdner Tagespflege traf sich am 20. April auf
Einladung und unter Moderation von Joachim Stübner mit dem
Sozialbürgermeister der Landeshauptstadt, Martin Seidel,
und Patrick Schreiber, MdL, der gleichzeitig auch
jugendpolitischer Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion ist.
Wie Bürgermeister Seidel in seinem Eröffnungsbeitrag
betonte, werden mittlerweile in Dresden 20 % der betreuten
Kinder zwischen 1 und 3 Jahren in der Tagespflege betreut.
In Zahlen sind das ca. 350 Tagespflegeangebote mit über
1500 Plätzen. Mit Blick auf den Rechtsanspruch auf
Betreuung ab dem zweiten Lebensjahr ab 2013 und zunehmender
Inanspruchnahme der Angebote der Kindertagespflege – der
Betreuungsbedarf von 1 – 3 Jährigen ist von 26 % auf 47 %
gestiegen (Tendenz weiter zunehmend) – ist die Tagespflege
längst eine eigen-ständige Säule und nicht mehr nur
kurzfristige Überbrückung im Betreuungsangebot der
Landeshauptstadt geworden.

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Verfasser
Stadtrat Joachim Stübner
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 Dies mehr in die Öffentlichkeit zu tragen
und in der Bedarfsplanung gleichberechtigt zu platzieren,
ist eine der Aufgaben, die alle Teilnehmer unterstützten.
Als Ziel wurde festgehalten, dass sich die Tagesmütter und
-väter selbst eine legitimierte Vertretung schaffen, die
auf Augenhöhe mit den Fraktionen und der Verwaltung spricht
und ihre Anregungen und berechtigten Forderungen
selbstbewusst vertritt.
In der nachfolgenden Gesprächrunde ging es u.a. um Themen,
wie bessere Vernetzung aller Träger der Kinderbetreuung zur
Vermeidung von Mehrfachanmeldungen, um Anerkennung von Vor-
und Nachbereitungszeiten für pädagogische Arbeit, bessere
Vertragsgestaltungen und bessere Vertragsregelungen bei
vorzeitigen Kündigungen, eigenständige Festlegung der
Betreuungszeiten. Ebenso forderten die Teilnehmer die
gleiche Entlohnung für Ersatztagespflege und die
Verbesserung der Betreuungsangebote durch „Großtagespflege“
(Gemeinschaftsangebote mehrerer Betreuer) – alles Themen,
die für mehrere Gesprächsabende reichen würden.
Zum Abschluss dankte Bürgermeister Seidel für die direkten
Anregungen der Initiatoren. Stadtrat Stübner versicherte,
dass diese Veranstaltung eine Fortsetzung finden wird. Als
Erstes gilt es nun für die Tagesmütter und -väter, eine
legitimierte Sprechergruppe zu schaffen, um eigene Akzente
zu setzen. Dies soll nach Auskunft der Tageseltern am 20.
Mai erfolgen. Die CDU-Fraktion und die Verwaltung wollen
ihnen dabei Partner sein und werden dieses Thema weiter
voranbringen.
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