CDU Fraktion lehnt Übernachtungsabgabe für Touristen ab
Die SPD schlägt vor, zukünftig von Übernachtungsgästen
in Dresden eine Abgabe in Form einer örtlichen
Aufwandssteuer zu erheben. Von den ca. 10 Mio. Touristen (7
Mio. Tagesgäste und 3 Mio. Übernachtungsgäste), die
jährlich in unsere Stadt kommen, wäre ein Drittel
betroffen. Gezahlt werden soll 1,00 EUR pro Nacht, bei
Hotels über 49 Betten 2,00 EUR. Das Geld soll nach
Vorstellungen der SPD zur Finanzierung des Operettenneubaus
im Heizkraftwerk Mitte eingesetzt werden.

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Verfasser
Stadtrat Steffen Kaden,
wirtschaftspolitischer Sprecher
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 Die CDU lehnt die Übernachtungsabgabe ab.
Wir halten nichts davon, die durch die Finanzkrise
aufgetretenen Finanzierungsschwierigkeiten beim
Operettenneubau durch neue Abgaben bei
Übernachtungsbetrieben zu lösen. Hinzu kommt, dass der
SPD-Vorschlag neue Bürokratie schafft und Kosten bei den
Beherbergungsbetrieben und in der Stadtverwaltung
verursacht. Die Zweckbindung der eingenommenen Mittel für
die Investition in das Heizkraftwerk Mitte ist laut
Haushaltssatzung nicht möglich.
Für den Fall, dass die Idee einer Gästetaxe weiter verfolgt
werden soll, sollte ein einheitlicher, landesweiter Ansatz
diskutiert werden. Die erzielten Einnahmen einer solchen
Taxe sind allerdings für tourismuspolitische Aufgaben zu
verwenden und dürfen nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern
dienen. Die Branche diskutiert bereits, wie alle am
Tourismus Beteiligten und Profitierenden zu einem neuen
System der Finanzierung tourismuspolitischer Aufgaben
herangezogen werden könnten. Im tourismuspolitischen Beirat
des Tourismusverband Dresden e.V. und auf Landesebene im
Landestourismusverband Sachsen e.V. wurden erste
Überlegungen dazu vorgestellt.
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