CDU-Fraktion bestimmt Investitionsprioritäten der
kommenden Jahre
Auf ihrer Klausurtagung am 12. und 13. März 2010 in
Stolpen hat die CDU-Fraktion die zügige Umsetzung der
Planungen zur Schwimmhalle an der Freiberger Straße
gefordert. Gegenüber der Prioritätenliste sollen weitere
Projekte der Schulsanierung aufgenommen werden. Weiterhin
forderte die Fraktion im Rahmen der Finanzplanungen bis
2015 die Kofinanzierung der möglichen Fördermittel im
Straßenbau sowie die Aufstockung der Budgets verschiedener
kleinerer Maßnahmen mit großer Wirkung in den Stadtteilen.


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Verfasser
Stadtrat Jan Donhauser,
schulpolitischer Sprecher
Stadtrat Lars Kluger, stellvertretender
Fraktionsvorsitzender |
 Nachdem die Stadtverwaltung in Schriftgröße
8 auf 15 Seiten im Format A4 und fünf Seiten im Format A3
über die Prioritäten ihrer Finanzplanung informiert hatte,
ging die CDU-Fraktion einige Tage später gut vorbereitet in
ihre Frühjahrsklausurtagung, um die Grundsatzaussagen der
Wahlprogramme der vergangenen Jahre den finanziellen
Möglichkeiten der kommenden Jahre gegenüber zu stellen.
Angesichts der Sportentwicklungsplanung der
Landeshauptstadt Dresden, die deutlich auf die zu geringe
Schwimmhallenkapazität hinweist, der Forderungen von
Kreissportbund und Stadtschwimmverband sowie des
ausgereiften Planungsstandes fordert die Fraktion die
zügige Sanierung der Schwimmhalle Freiberger Straße sowie
den angedachten Neubau eines weiteren 50 Meter-Beckens.
Dieses Projekt unterstützt den Breiten- und Leistungssport
und eröffnet dem Sportstätten- und Bäderbetrieb auch
zusätzliche Einnahmemöglichkeiten.
Schulhausbau und Schulsanierung haben weiter hohe
Priorität. Mit Blick darauf bekräftigte die Fraktion, dass
die Investitionen zur Verbesserung der Lernbedingungen auf
der Prioritätenliste weiter ganz oben stehen sollen.
Verschiedene Medien versuchten in den letzen Wochen zu
transportieren, dass an der Bildung in Dresden gespart
wird. An dieser Stelle soll deshalb noch einmal deutlich
gemacht werden, dass die Landeshauptstadt allein in diesem
Jahr mehrere Schulprojekte wie z.B. die 75. Grundschule
oder das Vitzthum-Gymnasium mit erheblichen
Investitionssummen planmäßig zu Ende bringt oder wie z.B.
die Mittelschule Weixdorf weiter vorantreibt. Durch die
derzeitige Fördermittelsituation sind viele ambitionierte
Vorhaben zunächst abgebremst worden. Deshalb hat sich die
Fraktion im Zusammenhang mit den Verschiebungen von
Investitionen für folgende Herangehensweise entschieden: a)
die bereits geplanten Schulprojekte sind entsprechend nach
Gewährleistung des Rechtsanspruches von Unterricht und den
Versprechen aus dem OB-Wahlkampf (Augenmerk gilt hier auch
den Schulsporthallen) zeitlich einzuordnen und b) soll eine
Sammelposition von Eigenmitteln gebildet werden, um auf zur
Verfügung gestellte Fördermittel flexibel reagieren zu
können.
Darüber hinaus forderte die Fraktion die Verwaltung auf,
aufgrund der möglichen mittel- und langfristig schwierigen
Fördermittelsituation Vorsorge zu treffen. Deshalb wurde
die Verwaltung gebeten, alternative
Finanzierungsmöglichkeiten für den Schulhausbau und die
Schulsanierung zu erarbeiten. Damit soll vor allem
gesichert werden, dass der Sanierungsstau trotzdem weiter
aufgelöst und nicht vergrößert wird.
Im Verkehrsbereich fordert die CDU-Fraktion ein Festhalten
am Grundsatz der vergangenen Jahre, alle möglichen
Fördermittel auch einzuwerben und die Eigenmittel für die
Kofinanzierung bereit zu stellen. Dies betrifft nicht – wie
von Linken und Grünen immer wieder absichtlich falsch
behauptet – angebliche Prestigeprojekte und
überdimensionierte Straßenbauten, sondern in erster Linie
die Projekte der Dresdner Verkehrsbetriebe. Durch die
Zunahme von Langsamfahrstellen ist die durchschnittliche
Reisegeschwindigkeit von Bus und Bahn in Dresden in den
vergangenen Jahren leicht gesunken. Dies liegt u.a. auch an
Verzögerungen im Straßenbau, wie z.B. der Königsbrücker
Straße.
Weiterhin wurde die Aufstockung von Mitteln für kleinere,
aber in den Stadtteilen vor Ort wichtige Projekte, wie z.B.
zur Pflege und Erneuerung von Spielplätzen, Parkanlagen,
Gehwegen (besonders Schulwegen), Radwegen und Brunnen
vorbereitet. In diesem Zusammenhang legt die CDU-Fraktion
auch Wert auf eine ausreichende Ausstattung des Programms
zur Unterhaltung der Straßen und zur Beseitigung von
Schlaglöchern.
Im Gegensatz zum bekannten Politikansatz von Linken und
Grünen, hinter überzogenen Forderungen die
Gegenfinanzierung zu vergessen, wurden auch hierfür
verschiedene Vorschläge erarbeitet:
- Vorrangig ist unsere grundsätzliche Haltung, die
Investitionsquote der Stadt möglichst hoch zu halten, um
durch öffentliche Aufträge Arbeitsplätze zu sichern. Dafür
muss auch der Verwaltungshaushalt überprüft und durch
Sparmaßnahmen an dieser Stelle die Investitions-
finanzierung sichergestellt werden.
- Weiterhin wird die Stadtverwaltung noch begründen müssen,
warum im Rahmen ihrer Haushaltsplanung für die kommenden
vier Jahre – in denen die Auswirkungen der größten
Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit auch in Dresden spürbar
sein wer-den – der städtischen Rücklage 63 Mio. Euro
zugeführt werden müssen. Pikant: Dies entspricht genau der
Summe der Investitionsverschiebungen im Schulbereich.
- Für die anstehende Sanierung des Rathausostflügels ist zu
prüfen, ob im Rahmen einer einfachen Brandschutzsanierung
(vgl. Kulturpalast, Schulen) Mittel für Investitionen an
anderer Stelle frei werden können.
Mit ihren Diskussionen und Planungen ist die CDU-Fraktion
gut auf die anstehenden Haushaltsplanungen vorbereitet. |