Dresden braucht ein Lokales Handlungsprogramm für
Ordnung und Sauberkeit
in Dresden
Einige Zeit vor der Kommunalwahl veröffentlichte eine
Dresdener Tageszeitung eine stadtteildifferenzierte Umfrage
zu den Interessen und Wünschen der Dresdner. Als eins der
vorrangigen Probleme wurde übergreifend von Blasewitz bis
Pieschen und von Klotzsche bis Plauen das Thema Ordnung und
Sauberkeit in unserer Stadt genannt. Das betrifft
allgemeine Verhaltensweisen, wie die in der Straßenbahn
ausgetrunkene Bierflasche, die fröhlich klimpernd durch den
Wagen rollt. Genauso wichtig ist den Dresdnern aber die
Beseitigung von Dreckecken in ihrer nächsten Umgebung.
Jeder kennt die unsägliche, teilweise über Nacht neu
angebrachte Graffitischmiererei am Nachbarhaus
(„Narrenhände beschmieren Tisch und Wände“), den für
ältere, gehbehinderte Mitbürger unbenutzbaren Fußweg oder
den mit Kippen und Kronenkorken übersäten Spielplatz. Auf
der Aachener Straße in Trachau wurden kürzlich auf der
Hälfte des Spielplatzes die Spielgeräte entfernt, Spielen
für Kinder war schon vorher nicht mehr möglich.

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Verfasser
Stadtrat Lars-Detlef
Kluger, stellvertretender Fraktionsvorsitzender |
 Die CDU-Fraktion hat im Rahmen ihrer
Herbstklausurtagung beschlossen, an einem Lokalen
Handlungsprogramm für Ordnung und Sauberkeit in Dresden zu
arbeiten und das Thema, das den Dresdnern zu Recht wichtig
ist und bei dem es erkennbar Nachholbedarf gibt,
konzentriert anzugehen. Da diese Forderung zeitlich mit
Diskussionen über eine neue Bewerbung um den
UNESCO-Welterbetitel zusammenfiel, kommentierten
Journalisten der selben Zeitung, die die Umfrageergebnisse
veröffentlicht hatte, unsere wichtige kommunalpolitische
Forderung abwertend und stellten das Thema Ordnung und
Sauberkeit im Vergleich zum kulturellen Erbe als
provinziell dar. Auch im Rahmen der darauffolgenden
Stadtratssitzung machten sich Redner der Linkspartei über
unseren Ansatz lustig und ernteten zustimmendes Gelächter
aus den Reihen der linken Fraktionen.
Für einen Politikstil der kurzatmigen Fröhlichkeit steht
die CDU-Fraktion ebenso wenig zur Verfügung wie für eine
Dresdner Nabelschau weltkultureller Selbstbeweihräucherung
bei ungelösten Problemen vor der Haustür. Nicht die
veröffentlichte Meinung der Kommentatoren und der
dahinterstehenden Minderheiten, die sich gegenseitig
stützen, sondern die öffentlichen und demoskopisch
erarbeiteten Politikinteressen der Bürger entscheiden
politisches Handeln. Darum fordert die CDU-Fraktion ein
Lokales Handlungsprogramm für Ordnung und Sauberkeit in
Dresden, das folgende Punkte einbezieht:
• Zugriff der Ortsämter auf Personalkapazitäten des
Eigenbetriebes Technische Dienste zur
Beseitigung von Dreckecken vor Ort,
• Konsequentes und strategisch geplantes Vorgehen der Stadt
gegen Graffitischmierereien
im Zusammenwirken mit den Eigentümern und der Polizei,
• Für die Dresdner öffentlich wahrnehmbares Vorgehen gegen
Hundebesitzer, die sich nicht
um die Hinterlassenschaften ihrer Tiere kümmern und gegen Raucher,
die ihre Kippen auf
die Straße werfen,
• Ein Nebenstraßen- und Gehwegsanierungsprogramm im Rahmen
der Haushaltsplanung
2011/12,
• Ein striktes Alkohol- und Rauchverbot auf Spielplätzen
und an anderen Orten, die Kindern
vorbehalten sind.
An weiteren Ideen aus den Ortsverbänden der CDU sowie aus
der Öffentlichkeit, die in einem Lokalen Handlungsprogramm
für Ordnung und Sauberkeit zu berücksichtigen wären, bzw.
an konkreten Beispielen für Verwahrlosung im öffentlichen
Raum ist die CDU-Fraktion interessiert. Wir wollen einen
möglichst breiten Diskussionsprozess initiieren, der die
Ideen der CDU-Ortsverbände mit einbezieht und in einem
daraus resultierenden Stadtratsbeschluss mündet. Bitte
bringen Sie sich ein!
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