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Centrum-Galerie eröffnet – ein Quantensprung nicht nur für die Innenstadt

52000 m² zusätzliche Einzelhandels- und Gewerbefläche in der Innenstadt sind seit dem 17. September 2009 Realität. Das ist bemerkenswert – in mehrfacher Hinsicht:
Zum einen die Galerie selbst. Welch ein Angebot, welch eine Aufenthaltsqualität, die die Galerie als solche bietet – hervorragend!

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Verfasser
Stadtrat Dr. Hans-Joachim Brauns, Sprecher für Stadtentwicklung und Bau

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Zum anderen die Außenwirkung – und auch diese wiederum unter mehreren Gesichtspunkten:

Karstadt und die Altmarkt-Galerie haben einen echten Konkurrenten bekommen –
und Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Beide „Alteingesessene“ waren Selbstläufer. Sie werden das auch in Zukunft sein, wenn sie ebenfalls investieren, was die Altmarkt-Galerie ja schon tut. Karstadt hätte seine Umbaupläne längst verwirklichen sollen; es ist zu hoffen, dass für ‚unser’ Karstadt im Rahmen der Insolvenz des Arcandor-Konzerns bald Klarheit herrscht. Auf diese Weise indiziert die bloße Existenz der Centrum-Galerie am Markt Investitionen. So entsteht Konjunktur – ein kleines Lehrstück für Nörgler, die fragen, ob die Centrum-Galerie wirklich notwendig ist, ganz abgesehen von den Arbeitsplätzen, die sie schafft.

Viele Einzelhandelsunternehmen, die bisher nicht in Dresden ansässig waren, sind es nun. Das Angebot ist spürbar umfangreicher. Oberbürgermeisterin Helma Orosz hat recht, wenn sie sagt, niemand müsse mehr nach Leipzig oder Berlin zum Einkaufen fahren. Es kommt ein weiterer Aspekt hinzu: ein touristischer. Größe, Architektur und Warenangebot der Centrum-Galerie dürften auch die Touristen, die vorwiegend Dresdens Kunst- und Kulturstätten besuchen, in die Prager Straße locken – zum Vorteil aller anderen Geschäfte. Jetzt gibt es für jeden Touristen einen triftigen Grund, in die Prager Straße zu gehen. Das wird sich schnell herumsprechen.

Dieser Aspekt darf darüber hinaus als so genannter weicher Standortfaktor für die weitere Ansiedlung von Industrie und Wissenschaft nicht unterschätzt werden. Hier spielen wir jetzt schon in der internationalen Liga. Da ist es wichtig, dass wir nicht nur eine internationale Schule, ein grandioses Kulturangebot, sondern auch Einzelhandelsstätten haben, die in dieser Liga mitspielen können. Hierzu zählen insbesondere Geschäfte, die ‚man’ kennt, die einen weltweiten oder zumindest überregionalen Bekanntheitsgrad haben. Das trägt nicht unerheblich zu dem Ruf bei, Dresden ist eine Stadt in der es alles gibt, hier kann man sich niederlassen. Der Satz „In Dresden gibt es ja nicht einmal einen ‚Starbucks’“ gehört der Vergangenheit an.

Die Centrum-Galerie knüpft mit ihrer Wabenfassade an das alte Centrum-Warenhaus an und versinnbildlicht damit gleichsam die Entwicklung, die unsere Stadt in den letzten 20 Jahren genommen hat. Rufe sich jeder die Bilder der Innenstadt von 1989 vor sein geistiges Auge! Gigantisch, was alles geschehen ist. Es gibt – vielleicht neben dem außer Konkurrenz laufenden Berlin – keine Stadt in Deutschland, die ein derartiges Tempo in ihrer Entwicklung zu verzeichnen hat.

Centrum-Galerie

Diesen Schwung gilt es beizubehalten und wir können ihn Dank der Schuldenfreiheit unserer Stadt fördern:

a) Das „Wiener Loch“ bebauen, nicht verfüllen. Machen wir aus der Not um das Technische Rathaus an der Hamburger Straße eine Tugend: Die Stadtverwaltung als Ankermieter für ein Geschäftshaus am Wiener Platz. Untergeschoss, Erdgeschoss und 1. Obergeschoss werden zur Einkaufsgalerie („Galerie am Wiener Platz“ (?!)), darüber entsteht das neue Technische Rathaus.

b) Vollendung des historischen Wiederaufbaus des Neumarkt-Areals, insbesondere der Neumarktwestseite.

c) Umbau des Kulturpalastes zum hochrangigen Konzertsaal, Spielstätte für die Herkuleskeule und Heimstatt für die Bibliothek.

d) Umbau des Kraftwerks Mitte für die Operette und das Theater Junge Generation

e) Langfristig: Entwicklung der Schweriner Straße zur Kulturmeile – ein unverwechselbarer Broadway vom Kraftwerk Mitte über das Staatsschauspiel und den Zwinger bis zur Semperoper.

f) Langfristig: Erweiterung des Großen Gartens bis zum Rathaus.

Wir sind auf der Überholspur, die alte Größe Dresdens in neuem Gewand wieder zu erlangen. Unsere Politik hat dafür in den letzten 20 Jahren die Weichen gestellt. Es sind unsere Erfolge. Das gilt es, in den nächsten fünf Jahren noch besser als bisher deutlich zu machen.
 

Centrum-Galerie

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Interessante Quellen und Originaldokumente
zur Waldschlößchenbrücke, zu den Gerichtsentscheidungen, zu einem Elbtunnel und zur UNESCO

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