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Leserbrief zum Kommentar von Herrn Ufer in der SZ vom 17.9.2009 über den Beschluss des VVO zu Tariferhöhungen bei Bus und Straßenbahn

Unter der Überschrift „Dresden sollte aus dem VVO austreten“ kommentierte Peter Ufer in der SZ vom 17.9.09 den Beschluss des VVO über die höheren Preise für Bus und Straßenbahn ab 1.November 2009. Dabei verstieg er sich u.a. sogar zu folgender Behauptung:

„Der VVO ist mit der Sparpolitik allerdings nicht allein, denn es ist politischer Wille der CDU-Regierung, dass der öffentliche Nahverkehr verkümmert.“ Er kritisierte außerdem, dass die Landkreise einem Ticket für sozial Schwache nicht zugestimmt haben, und behauptete, der Verkehrsverbund rechne nicht mit dem Verkehr als Daseinsvorsorge, sondern rechne als Unternehmen vor allem seinen Gewinn aus.

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Verfasser
Stadtrat Dr. Helfried Reuther, Pressesprecher

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Dazu schrieb Stadtrat Dr. Helfried Reuther folgenden Leserbrief, der natürlich nicht gedruckt wurde, denn Kritik an den Kommentaren von Herrn Ufer ist offensichtlich nicht erwünscht. Wir bringen den Brief hier zur Kenntnis:

Auch Kommentare sollten ein Mindestmass an Wahrheit, Sachlichkeit und Fairness beinhalten. All dies ist in Herrn Ufers heutigem Kommentar zu den Tariferhöhungen beim VVO nicht zu finden.

1. Dresden kann den Landkreisen nicht vorschreiben, Tickets für sozial Schwache einzuführen, denn dies wäre ein Eingriff in deren Haushalte. Dresden hat den Dresden-Pass für sozial Schwache, mit dem ermäßigte Fahrten möglich sind, finanziert diesen aber auch selbst.

2. Der Verbund ist dadurch attraktiv, dass im gesamten Verbund-Raum mit einem Fahrschein gefahren werden kann. Träte Dresden aus dem Verkehrsverbund aus, ginge dieser Vorteil verloren.

3. Der ÖPNV macht keine Gewinne, sondern ist ein Zuschussgeschäft. Dass die DVB keine Gelder aus dem Stadthaushalt benötigen, liegt daran, dass sich DVB und DREWAG im steuerlichen Querverbund befinden und die DVB-Verluste (2008: 37.5 Millionen Euro) darüber ausgeglichen werden können.

4. Eine glatte Lüge ist die Behauptung, es sei politischer Wille der CDU-Regierung, dass der öffentliche Nahverkehr verkümmert. Wie kommt Herr Ufer denn zu dieser Aussage und womit will er sie belegen? Was glaubt Herr Ufer eigentlich, wer die Millionen Fördergelder für den Gleisbau, für die Anschaffungen neuer Busse und Bahnen ausreicht? Eine Linke-SPD-Grüne-Regierung, die er wahrscheinlich persönlich gern hätte und die es zum Glück bis heute nicht gibt und hoffentlich auch nicht geben wird, jedenfalls nicht.

5. Eine Bemerkung noch zu den Tariferhöhungen: Preiserhöhungen bei Kraftstoffen, Reparaturen und Neuanschaffungen sind eingetreten. Davon kann sich jeder überzeugen. Die DVB-Mitarbeiter wollen nach neun Jahren, wo die Löhne und Gehälter eingefroren waren, endlich mehr Geld sehen. Insofern sind die jetzt beschlossenen Fahrpreiserhöhungen zwar nicht schön, aber durchaus nachvollziehbar. Wie viele Leser haben Sie eigentlich bei Ihrer letzten Preiserhöhung verloren, für die Sie ja auch um Verständnis geworben haben?

Ich bitte um Veröffentlichung als Leserbrief.

Mit freundlichen Grüßen

Helfried Reuther


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Interessante Quellen und Originaldokumente
zur Waldschlößchenbrücke, zu den Gerichtsentscheidungen, zu einem Elbtunnel und zur UNESCO

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