HomeHome  KontaktKontakt  ImpressumImpressum  SitemapSitemap
 

Kreuzschule ist neues Schmuckstück im Dresdner Osten

Mit Beginn des neuen Schuljahres ist das Evangelische Kreuzgymnasium wieder eingeweiht worden. Über 850 Schüler – darunter 145 Jungen des Kreuzchores – nahmen am 10. August das für insgesamt 18 Millionen Euro sanierte Gebäudeensemble in Dresden-Striesen in ihren Besitz. Zur Eröffnung erinnerte Landesbischof Jochen Bohl an den lateinischen Wahlspruch „schola crucis, schola lucis“ (Schule des Kreuzes, Schule des Lichtes), der über dem neuen Haupteingang der Schule für jeden (nicht nur für die Schüler) deutlich sichtbar angebracht ist.

Linie

Verfasser
Stadtrat Sebastian Kieslich

Linie

Zweieinhalb Jahre dauerte es, bis das Gymnasium mit seinen zwei Gebäudeflügeln saniert, ein Durchgang zwischen den beiden Häusern errichtet und die neue Sporthalle mit dem aufgesetzten Obergeschoss fertig war. Bis dahin haben Schüler und Kruzianer in ihrem Übergangs-Doimizil in Prohlis auf ihren Wiedereinzug in Striesen warten müssen. Die Bauzeit war zwar länger und die Kosten waren höher als vorgesehen, für die Schüler und Lehrer hat sich das aber gelohnt. Die Gymnasiasten und Kruzianer dürfen sich nämlich über zahlreiche Neuerungen freuen: So ist für sie beispielsweise im Dornblüth-Flügel eine Caféteria bis zum Nachmittag geöffnet. Daneben steht ein neu erbauter Speisesaal und nicht unerwähnt dürfen die neu klimatisierten Probenräume der Kruzianer bleiben, die nun auch über eine bessere Akustik verfügen. Kreuzkantor Roderich Kreile, so sagt man, ist über die Neuerung besonders glücklich.

Von den insgesamt 18 Millionen Euro Kosten des Um- und Neubaus haben Bund und Land 9,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 4,2 Millionen Euro kommen von der Landeshauptstadt Dresden und 3,4 Millionen Euro von der evangelisch-lutherischen Landeskirche. Eine besondere Herausforderung, so das Architekturbüro Pfau, war die denkmalgerechte Aufarbeitung von 840 Fenstern, die 60 unterschiedliche Typen aufweisen. Zum Schmuckstück der Schule gehören aber nicht nur die neuen und umgebauten Gebäude sondern auch die im Innenhof abgesenkte Rollrasenfläche, auf der sich die Schüler in den Pausen entspannen können. Schon zum Tag der Offenen Tür am 15. August erfreuten sich an ihr zahlreiche Gäste. Gleichfalls reizvoll, wenn auch noch nicht ganz fertig, ist das sich anschließende Biotop mit viel Sand und Wasserfläche. Weitere Spenden sind nötig, um die vorgesehene Leselandschaft mit Bibliothek im neu errichteten Dachgeschoss auf dem Dornblüth-Flügel entstehen zu lassen.

Am 10. August weihte Landesbischof im Beisein der 850 Schüler – darunter 145 Kruzianer – das Kreuzgymnasium wieder ein.

Bekannte Schüler der Kreuzschule:

Theo Adam, Theodor Körner, Karl Richter, Peter Schreier, Daniel Gottlob Türk, Richard Wagner. Weitere Infos unter: www.kreuzschule.de


Zur Geschichte der Kreuzschule:

Die Geschichte der Kreuzschule ist eng mit der der Kreuzkirche verknüpft. Ihr Vorläufer war die 1215 geweihte „St. Nikolaikirche“. In dieser Zeit des Hochmittelalters bekam Bildung einen neuen Stellenwert. Schulen wurden häufig an Stadtkirchen angeschlossen, weil dort Bedarf für einen Kirchenchor bestand. Für das Einüben der Stücke und die Unterweisung in Theologie war ein Schulmeister verantwortlich, wie er für St. Nikolai seit 1300 belegt ist.

Die Kirche besaß außerdem eine Reliquie mit einem Splitter vom Kreuz Christi und wurde wegen der hohen Bedeutung der katholischen Kreuzverehrung im Jahre 1388 vom Bischof zu Meißen als ecclesia sanctae crucis (Kreuzkirche) neu geweiht. Mit ihr erhielt auch die 1370 erstmals urkundlich erwähnte Schule ihren noch heute üblichen Namen.

1393 wurde das erste Schulgebäude an der Südseite der Kreuzkirche eröffnet. Erst 1866 entstand ein deutlich geräumigerer Neubau am Georgplatz. Dieses Gebäude fiel 1945 den Zerstörungen während der Luftangriffe auf Dresden zum Opfer. Seither befindet sich die Schule in dem Gebäude des ehemaligen Freimaurerinstituts in der Eisenacher Straße im Stadtteil Striesen. Von 2007 bis 2009 wurde es einer Generalsanierung unterzogen. Der Schulbetrieb fand vorübergehend im ehemaligen Erich-Wustmann-Gymnasium in Dresden-Prohlis statt.


Linie

Seite drucken





Bürgerinitiative Pro Waldschlößchenbrücke.
 

Linie
 

Interessante Quellen und Originaldokumente
zur Waldschlößchenbrücke, zu den Gerichtsentscheidungen, zu einem Elbtunnel und zur UNESCO

CDU-Fraktion 2004 - 2009
zum Archiv