CDU-Fraktion weist politische Instrumentalisierung des
Mordes an Marwa El Sherbini durch Grüne zurück
Presseerklärung
Die CDU-Fraktion nimmt mit Erstaunen und Bedauern die
heutige Pressemitteilung der Fraktion B90/Die Grünen zum
Tagesordnungspunkt Neu- und Umbenennung von Straßen der
Stadtratssitzung vom 19. Januar 2012 zur Kenntnis. Ein
rüder, marktschreierischer Ton, der dem sensiblen Thema
einer eventuellen Umbenennung eines Teilstücks der
Florian-Geyer-Straße nach der ermordeten Ägypterin Marwa El
Sherbini in keiner Weise gerecht wird. Bereits die Aussage
in der Pressemitteilung der Grünen, es habe sich um einen
Vertragungsantrag gehandelt, ist unzutreffend, war aber
genauso auch in und innerhalb des CDU-Fraktionsvorstandes
kommuniziert worden. Bei der Vorstellung des Antrages durch
die grüne Sprecherin ging es vielmehr um den Auftrag an die
Oberbürgermeisterin, Gespräche dazu zu führen und darauf
aufbauend einen neuen Vorschlag vorzulegen. Mündlich wurde
dabei eindeutig auf Marwa El Sherbini abgestellt, was auf
eine bereits festgefügte Meinung der Grünen hindeutete und
zu erheblichen Irritationen bei der CDU-Fraktion führte.
Tatsächlich gab es innerhalb der CDU-Fraktion zu
dem grünen Änderungsantrag auch einige
Kommunikationsprobleme: So lag bei der kurzen Besprechung
im Fraktionsvorstand der Änderungsantrag nicht schriftlich
vor. Er war erst am Tag der Stadtratssitzung bei der
CDU-Fraktionsgeschäftsstelle eingegangen. Deshalb wurde
lediglich ein Vertagungsantrag vom Vorstand bestätigt.
Darüber hinaus wurde dieser Vorstandsbeschluss dann nur
ungenügend nach innen kommuniziert.
Von einen
„Putsch“ innerhalb der CDU-Fraktion kann jedoch keine Rede
sein. Eine „Ausstiegsdrohung“ aus der CDU-Fraktion durch
Stadtrat Dr. Brauns ist Hirngespinst und Wunschdenken der
Stadtratsgrünen.
Der ganze Vorgang zeigt, dass
Themen wie eine mögliche Straßenbenennung nach einer
ermordeten Person mit deutlich höherer Sensibilität
behandelt werden müssen wie es hier erfolgte. Mehrheiten
dafür sind in den nichtöffentlichen Sitzungen der
Ausschüsse zu finden, nicht erst in der Hektik vor
dem Stadtrat, die Fehler in der Kommunikation befördert.
Zukünftig muss ausgeschlossen werden, dass betroffene
Personen oder Teile des Stadtrates durch überhastete
Aktionen beschädigt werden. Trotz Bitte um
Entschuldigung bei Frau Filius-Jehne für die
Kommunikationspanne durch Vertreter des
CDU-Fraktionsvorstandes konnte die grüne Sprecherin es
nicht lassen, die damalige Bluttat jetzt politisch zu
instrumentalisieren. Das wird dem Gedenken an die ermordete
Ägypterin Marwa El Sherbini mitnichten gerecht.
Wir
sagen ganz unmissverständlich: Jeder Mord, wer immer auch
der Täter und wer immer auch das Opfer ist, ist ein
entsetzliches Verbrechen. Der Mord an Marwa El Sherbini hat
darüber hinaus Dresden insgesamt beschädigt. Mit Recht wird
dieser Tat mit einer Tafel am Ort der Tat dauerhaft
gedacht. Die CDU steht fest zu einer weltoffenen Stadt und
verabscheut den Mord auf Tiefste. Ausländerfeindlichkeit
muss zum Fremdwort in Dresden werden. Dresden, den
20. Januar 2012 / Stefan Zinkler, Pressesprecher
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