Eilantrag der CDU-Fraktion zur Förderung des Roter Baum
e. V.
Presseerklärung
Die CDU-Fraktion im Stadtrat der Landeshauptstadt wird
am 03. März 2011 einen Eilantrag in den Stadtrat
einbringen, die Fördergelder an den Verein Roter Baum e.V.
zunächst nur unter Widerrufsvorbehalt auszuzahlen. Der
Verein „Roter Baum e. V.“ soll gemäß der Vorlage V0884/10
(Förderungen von Angeboten der freien Jugendhilfe) in der
laufenden Förderperiode städtische Mittel in Höhe von fast
einer Viertelmillion Euro erhalten.
Der Fraktionsvorsitzende, Dr. Georg Böhme-Korn, erläutert:
„Der Vorbehalt bezieht sich auf die Ergebnisse der
laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden im
Zusammenhang mit den Gewalttaten gegen die Polizei am
19.02.2011. Natürlich gilt in unserem Rechtsstaat
zuallererst die Unschuldsvermutung. Deshalb soll die
Förderung auch nicht ausgesetzt, sondern zunächst
ausgezahlt werden. Wenn sich bei den Ermittlungen
allerdings herausstellen sollte, dass extremistisch
motivierte Straftäter unmittelbar oder mittelbar durch den
Verein unterstützt wurden oder seine Ressourcen nutzen
konnten, können wir ihm selbstverständlich keine
städtischen Steuermittel mehr zur Verfügung stellen. Wir
wenden uns klar gegen Extremisten und deren Unterstützer
aus allen politischen Lagern. Vor allem, wenn diese unsere
Grundrechte missbrauchen, um Straftaten zu begehen.“
Am 19.02.2011 fand im Rahmen der Ermittlungen eine
Hausdurchsuchung im Gebäude Großenhainer Straße 93 in
Dresden statt, von der auch Räumlichkeiten des
Jugendzentrums Pieschen Nord betroffen waren, dessen Träger
der Rote Baum e. V. ist. Weil derzeit nicht ausgeschlossen
werden kann, dass der Verein materiell oder personell in
die extremistischen Übergriffe verwickelt ist, sollte die
Förderung des Vereins unter Widerrufsvorbehalt gestellt
werden. Mit dieser Vorgehensweise erhält der Verein während
der laufenden Ermittlungen bewilligte Fördermittel. Wird
die Bewilligung später widerrufen, hat der Verein die
Fördermittel an die Stadtkasse zurückzuzahlen.
Dresden, den 02. März 2011 / Stefan Zinkler, Pressesprecher |