Was tut „die Stadt“ gegen die Braunen? -
Eine gefährliche Frage.
Presseerklärung
„Warum? Weil ‚die Stadt‘, also die Verwaltung und die
Oberbürgermeisterin an ihrer Spitze die Frage nur wie folgt
beantworten können: ‚Wir tun alles, um Straftaten und
Ordnungswidrigkeiten zu verhindern.‘ Mehr können sie in
einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, zu der die
Meinungsfreiheit als unverzichtbarer Bestandteil gehört,
nicht tun. Deshalb ist die Entscheidung des
Verwaltungsgerichts so gefallen wie sie gefallen ist und
deshalb musste sich der Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel
als Vertreter der Stadt auf dem gestrigen Podium der
Zeitung ‚Die Zeit‘ so äußern, wie er es getan hat.“
Mit diesen Worten äußert sich das Mitglied der CDU-Fraktion
im Stadtrat, Dr. Hans-Joachim Braus, zu den Vorwürfen, die
gegen den Ordnungsbürgermeister zu Unrecht erhoben wurden.
Fatal ist die Frage „Was tut die Stadt gegen die Braunen?“,
weil sich die Nazis bei ihren Demonstrationen
voraussichtlich an Recht und Gesetz halten werden. Das ist
offensichtlich ihre Strategie. Da die CDU-geführte
Stadtspitze dann nichts gegen sie unternehmen kann, wird
der falsche Eindruck erweckt, Stadt und CDU akzeptierten
braunes Gedankengut.
Die Strategie der Nazis scheint aufzugehen, denn sie wissen
genau, dass ihre Demonstration nicht verboten werden kann.
Jeder Gegendemonstrant mehr erzeugt auch mehr
Aufmerksamkeit für sie, vor allem dann, wenn sich
Gegendemonstranten zu rechtswidrigen Taten hinreißen lassen
sollten. Das drängte die Nazis in eine Opferrolle.
Schlimmer kann man die Opfer des 13. Februars 1945 nicht
verhöhnen.
Wir fordern SPD und Grüne auf, diese perfide Strategie
endlich zu durchschauen.
Dresden, den 11. Februar 2011/ Stefan Zinkler,
Pressesprecher |