CDU-Fraktion lehnt Kulturtaxe für Dresden ab -
SPD-Idee für eine Kulturtaxe ist weder sozial noch gerecht
Presseerklärung
"Die von der SPD geplante Dresdner Kulturtaxe ist weder
sozial noch gerecht und bringt der Kultur erst mal gar
nichts", so der CDU-Kulturpolitiker Stadtrat Sebastian
Kieslich. Die CDU werde im Stadtrat keinem Antrag
zustimmen, der Menschen zur Kasse bittet und Unternehmen
benachteiligt. Wie Kieslich weiter betonte, stehe die
SPD-Kulturtaxe für eine zusätzliche Belastung vor allem für
die sozial Schwachen, die auf eine preiswerte Unterkunft
wie Jugendherbergen oder Campingplätze angewiesen sind.
Kieslich wies außerdem darauf hin, dass die Steuer Hotels
und andere Beherbungsstätten ungerecht behandelt, da
Touristen auch einen Mehrwert beispielsweise für
Gaststätten, Museen und Stadtrundfahrten erbringen.
Die SPD Kurtaxe wird daher auch keinen Bestand vor Gericht
haben. Das hat beispielsweise ein Urteil des Berliner
Oberverwaltungsgerichts gezeigt, das ähnliche Pläne wegen
fehlender Abgabengerechtigkeit in der deutschen Hauptstadt
stoppte. Dresden ist kein Kurort, sondern will eine
europäische Metropole sein. Daher sollten keine Barrieren
geschaffen sondern die Touristen mit Anreizen willkommen
geheißen werden. Nach den Plänen der SPD sollen künftig
alle Beherbungsstätten in Dresden einen Euro pro
Übernachtungsgast und Nacht an die Stadt abführen. Für
Häuser über 49 Betten werden sogar zwei Euro gefordert.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Steffen
Kaden erklärt dazu: "Nach dem Willen der SPD sollen drei
Millionen Übernachtungsgäste pro Jahr zur Kasse gebeten
werden, um Dresdner Haushaltslöcher zu stopfen. Der Ruf
nach einer Übernachtungsabgabe unterläuft unsere
Bemühungen, die Tourismusbranche zu stärken."
Dr. Helfried Reuther
(Pressesprecher)
15.6.2010
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