„Wirtschaftspolitische Märchenstunde à la SPD“
CDU-Stadtrat Röher zu den Äußerungen von Lames zu Karstadt
Presseerklärung
„Die Äußerungen von SPD-Fraktionschef Dr. Peter Lames
zum Verzicht auf die Gewerbesteuer für Karstadt gleichen
einer wirtschaftspolitischen Märchenstunde“, so
CDU-Stadtrat Lars Röher, Mitglied im Finanzausschuss. „Auch
wir sind darüber erfreut, dass Nicolas Berggruen ein nach
bisherigem Ermessen solides und tragfähiges Konzept
vorgelegt hat. Allerdings sind noch wichtige Bedingungen
des gestern unterzeichneten Kaufvertrags ungeklärt. Zu den
offenen Punkten zählen die erforderliche Zustimmung des
Kartellamts und eine abschließende Vereinbarung des Käufers
mit Vermieter Highstreet. Berggruen fordert eine deutliche
Senkung der bisherigen Mieten. Die Frist für den
Vertragsabschluss läuft Ende September aus.“, so Röher
weiter.
Das eigentliche Problem, welches Lames ausblendet, ist,
dass in Dresden 40 weitere Fälle existieren, bei denen nach
dem Stadtratsbeschluss zu Karstadt auch ein Steuerverzicht
in Frage käme. Das betrifft aber in erster Linie den
Mittelstand. Wenn es um die großen Firmen geht, wird gerne
das Prädikat „notwendig“ benutzt, und der Steuerzahler muss
für Missmanagement aufkommen. Die Gleichbehandlung wird
leichtfertig ad acta gelegt. Oder Herr Dr. Lames schlägt
vor, trotz der ungeklärten Rechtslage in allen diesen
Fällen auch auf die Gewerbesteuer zu verzichten. Dann sind
wir sehr gespannt, wie er das finanzieren will.
„Investor Berggruen muss jetzt beweisen, dass er Karstadt
erfolgreich sanieren kann. Die Suggestion, Karstadt wäre
gerettet und alles wird gut, ist schlichtweg falsch.
Berggruen wird mit seiner Unterschrift für Karstadt Mieter
bei Highstreet. Damit beginnt ein neues Pokerspiel. Auch
nach dem Zuschlag für Berggruen ist die Zukunft des
insolventen Warenhauskonzerns Karstadt noch nicht
gesichert. So viel gehört zur Ehrlichkeit dazu, für
ökonomische Märchenstunden à la SPD ist die Lage zu ernst“,
so Röher abschließend.
Dr. Helfried Reuther
(Pressesprecher)
10.6.2010 |