Bohne wirft hin: Rücktritt des Aufsichtsrates
unausweichlich - Dynamos Verhältnis zur Stadt auf neuem
Tiefpunkt
Presseerklärung
Zu den aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der
Besetzung der Position des Hauptgeschäftsführers der SG
Dynamo Dresden und der im Raum stehenden Lüge des neuen
Aufsichtsratsvorsitzenden Holm Große erklärt die
sportpolitische Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion, Anke
Wagner:
„Ich bin schockiert. Der Aufsichtsratschef - gerade im Amt
– belügt die Öffentlichkeit vor laufender Kamera.
Hauptgeschäftsführer Stefan Bohne wirft aufgrund des
zerrütteten Vertrauensverhältnisses zum Aufsichtsrat das
Handtuch. Wieder einmal herrscht Chaos bei Dynamo Dresden.
Ein neuer Tiefpunkt im Vertrauensverhältnis zwischen Stadt
und Dynamo Dresden ist erreicht.
Die gestrige Ablehnung des Aufsichtsrats, den Vertrag von
Stefan Bohne zu verlängern, brüskiert die Landeshauptstadt
und den Stadtrat erneut. Der Aufsichtsrat des Vereins
betreibt ein ganz mieses Spiel auf niedrigstem Niveau. Die
Ablehnung Stefan Bohnes bedeutet den Verlust eines
verlässlichen und wichtigen Ansprechpartners für die Stadt.
Nicht Bohne sollte gehen, sondern der Dynamo-Aufsichtsrat!
Von diesem Gremium wird gerade derjenige geschasst, der in
der Vergangenheit verlässlich und vertrauensvoll mit der
Stadt zusammengearbeitet hat. Und dies offenbar aufgrund
persönlicher Animositäten und Eitelkeiten im Aufsichtsrat.
Das ist ein unglaublicher Vorgang. Man muss sich ernsthaft
fragen, warum die Landeshauptstadt diesem Verein in Zukunft
auch nur einen einzigen Cent geben soll. Das mühsam, vor
allem auch durch Stefan Bohne, aufgebaute
Vertrauensverhältnis zu Verwaltung und Stadtrat wurde durch
den Aufsichtsrat erneut brutal zerstört.
Die offenkundige Lüge von Aufsichtsratschef Holm Große
gegenüber der Öffentlichkeit beweist: Der Aufsichtsrat von
Dynamo hat nicht einmal Kreisliganiveau. Wer ernsthaft
glaubt, die Oberbürgermeisterin und die gesamte Dresdner
Öffentlichkeit ungescholten an der Nase herumführen zu
können, der hat sich gewaltig verkalkuliert. Es gibt nur
eine Konsequenz: Herr Große und der gesamte
Dynamo-Aufsichtsrat sollte Rückgrat beweisen und
zurücktreten! Wer die Öffentlichkeit belügt, hat an der
Spitze eines mit öffentlichen Geldern immer und immer
wieder großzügig unterstützten Vereins nichts zu suchen.
Die CDU-Fraktion begrüßt das Anliegen mehrerer Sponsoren,
endlich einen kompetenten und sachlich entscheidenden
Aufsichtsrat einsetzen zu wollen. Wieder einmal erleben wir
das altbekannte, leidige Spiel der SG Dynamo Dresden: Erst
stößt der Verein seine Partner vor den Kopf und dann wird
bei der Stadt gejammert, weil man kurz vor der Insolvenz
steht. Verlässliche Zusammenarbeit sieht anders aus. Und
dies muss der Aufsichtsrat der SG Dynamo Dresden nun auch
endlich einmal begreifen.
Die CDU-Fraktion fühlt sich durch die aktuellen
Geschehnisse in ihrer Einschätzung und Reaktion auf die
Turbulenzen zur zweiten Geschäftsführerstelle bestätigt.
Ihren Antrag zur Aussetzung des Stadtratsbeschlusses vom
19. März 2010 erhält sie weiterhin aufrecht und behält sich
vor, die finanzielle Unterstützung der SG Dynamo Dresden
damit erneut zum Gegenstand der Beratungen im Rat zu
machen.“
Dr. Helfried Reuther
(Pressesprecher)
4.6.2010 |