CDU-Fraktion begrüßt Abschaffung des kostenlosen
Vorschuljahrs Gelder sollen auch für mehr Erzieherinnen
eingesetzt werden
Presseerklärung
„Die CDU-Stadtratsfraktion begrüßt die Überlegungen des
Freistaats zur Abschaffung des kostenlosen Vorschuljahrs.“,
das sagte Angela Malberg, sozialpolitische Sprecherin der
Fraktion, zu den gestern bekannt gewordenen Plänen der
Staatsregierung, das 2009 eingeführte kostenlose
Vorschuljahr wieder abzuschaffen.
„Es ist bedauerlich, dass sich Sachsen überhaupt auf diesen
Irrweg begeben musste.“, so Malberg weiter. „Dieses 2009
von der SPD durchgesetzte Jahr hat sehr viel Geld gekostet
und niemandem wirklich genutzt. Insofern ist es ein
vernünftiger Schritt, dieses Geld sinnvoller einzusetzen.
Wir richten allerdings auch die Erwartung an den Freistaat,
dass die eingesparten Mittel nicht nur zum Stopfen von
Haushaltslöchern verwendet werden, sondern zumindest ein
Teil unserem Kernanliegen, der Erhöhung der
Erzieherinnenzahl, zugute kommt. Frühkindliche Bildung
hängt maßgeblich von individueller Förderung ab. Je größer
eine Gruppe ist, desto schlechter kann auf das einzelne
Kind eingegangen werden. Dies hätte auch der SPD klar sein
müssen. Wenn der Freistaat diese falsche
sozialdemokratische Zielsetzung zugunsten unserer Kinder
korrigiert, ist das nur zu begrüßen“, so Malberg
abschließend.
Die SPD hatte in der großen Koalition der letzten
Landesregierung das kostenlose Vorschuljahr in den
Haushaltsverhandlungen 2008 gegen die CDU durchgesetzt und
als großen Erfolg verbucht. Die CDU hatte ursprünglich die
Absenkung des Betreuungsschlüssels gefordert, der in
Sachsen rechnerisch bei 13 Kindern pro Erzieherin liegt.
Tatsächlich kommen aufgrund der Berechnungsgrundlage
allerdings durchschnittlich 18 Kinder auf eine Erzieherin.
Die Betreuungsquote von Vorschulkindern in
Kindertagesstätten lag in Sachsen schon 2008 bei über 93%.
Das kostenlose Vorschuljahr stand daher von Anfang an in
der Kritik, seine sozialpolitischen Ziele zu verfehlen und
eine undifferenzierte Subvention zulasten einer guten
Betreuung darzustellen.
Dr. Helfried Reuther
(Pressesprecher)
11.05.2010 |