Chaos um Albertbrücke - CDU wirft Grünen Verlogenheit
vor
Presseerklärung
In der Debatte um die chaotischen Verkehrsverhältnisse
durch die teilweise Sperrung der Albertbrücke hat die
CDU-Fraktion jetzt die Stadtverwaltung in Schutz genommen
und dafür die Grünen heftig kritisiert.
„Fakt ist, dass die Planungen zur Sanierung und
Verbreiterung der Albertbrücke jetzt so intensiv wie
möglich vorangetrieben werden müssen, um die untragbaren
Verkehrsbehinderungen schnellstmöglich zu beenden. Die
Albertbrücke muss oberste Priorität erhalten. Allerdings
entspricht nicht alles, was jetzt von politischer Seite an
Vorwürfen vorgebracht wird, den Tatsachen – manches ist
sogar schlichtweg gelogen.“, so Stadtrat Dr. Hans-Joachim
Brauns, baupolitischer Sprecher der Fraktion.
„Bereits seit 2006 arbeitet die Stadt intensiv an einer
Lösung zur Sanierung der maroden Albertbrücke. Die
erhobenen Vorwürfe, dass die Verwaltung das Problem
verschlafen habe, treffen so nicht zu. Hauptproblem war und
ist die Haltung des Denkmalschutzes. Seit 2007 blockiert
das zuständige Denkmalschutzamt jeden Kompromiss zur
Sanierung und gleichzeitigen Ertüchtigung der Brücke. Noch
Ende Januar 2009 hat das Denkmalamt der durch den Stadtrat
beschlossenen Verbreiterung der Brücke erneut widersprochen
– trotz des bekannten dringenden Sanierungsbedarfs. Wenn
die Sanierung also wie beschlossen durchgeführt werden
soll, wird die Brücke ihren Denkmalstatus verlieren.
Allerdings ist auch die Rolle der Grünen in diesem
Zusammenhang bemerkenswert. Herr Löser scheint bei seinen
Angriffen auf die Stadtverwaltung völlig auszublenden, dass
es seine Partei war, die dem Denkmalschutz Unterstützung
lieferte, indem sie zur Sitzung des Ortsbeirats Neustadt am
10. März 2008 forderte, die Planungen zur Sanierung und
Verbreiterung der Albertbrücke noch einmal hin zu einer
deutlich schmaleren Variante zu ändern.
Mit der interessanten (!) Begründung, dass die
Waldschlösschenbrücke die Albertbrücke entlasten werde,
wollten die Grünen auf einen separaten Radweg verzichten.
Nicht nur, dass es für eine solche Schmalspurvariante
definitiv keine Fördermittel gegeben hätte, es sollte auch
nicht vergessen werden, dass der Zeitpunkt des
Sanierungsbeginns der Albertbrücke auf den Termin der
Fertigstellung der Waldschlösschenbrücke abgestimmt war.
Wenn also diejenigen, die den jetzigen Zustand lauthals
beklagen, die Umsetzung des Bürgerentscheids zur
Waldschlößchenbrücke nicht jahrelang verzögert hätten, dann
wäre die Brücke bereits fertig. Zuerst verzögert man mit
allen Mitteln den Bau der Waldschlößchenbrücke, dann
verzögert man die Planungen zur Verbreiterung und Sanierung
der Albertbrücke und dann wirft man der Stadtverwaltung
vor, geschlafen zu haben. Mehr politische Verlogenheit war
selten.“
Dr. Helfried Reuther
(Pressesprecher)
2.12.2009 |