Neue Grundsatzdiskussion zum Kulturpalast ist
überflüssig -
Linke haben ein ganzes Jahr verschlafen
Presseerklärung
„Bevor keine Grundsatzentscheidung zum Thema
Kulturpalast gefallen ist, dürfen … keine weiteren Aufträge
vergeben werden.“ So ist es heute zu lesen in einer
Erklärung der Linken im Dresdner Stadtrat vom letzten
Wochenende. Offensichtlich haben die Linken ein ganzes Jahr
verschlafen. Die Grundsatzentscheidung hat der Stadtrat
nämlich mit breiter Mehrheit bereits im Sommer 2008
getroffen und sich für den Umbau des Kulturpalastes
entschieden. Neue wesentliche Fakten sind bisher nicht
bekannt geworden.
Die Linken betreiben hier im Verein mit der SPD wie so oft
ein Spiel der Verhinderung, Verzögerung und Verdrängung.
Man überlegt, wie man Geld ausgeben kann, wo allerdings das
Geld herkommen soll, darüber mögen sich gefälligst andere
Gedanken machen.
Fakt ist: Der Kulturpalast muss aus Brandschutzgründen
umfassend saniert werden, ganz gleich ob mit oder ohne
Konzertsaalumbau. Die Betriebsgenehmigung läuft 2012 aus.
Die Kosten allein für diese Sanierung – also mit dem alten
Saal – hat der Gutachter, Prof. Bauch, noch 2006 auf 65
Mio. Euro beziffert. Wenn jetzt der Eindruck erweckt wird,
es gehe um den Neubau eines Konzerthauses oder den Umbau
des Kulturpalastes, dann ist das unredlich. Ein
Konzerthausneubau hieße, dass die Kosten sowohl für den
Neubau als auch für die Sanierung des Kulturpalastes zu
tragen wären, dass dann Betriebskosten für drei städtische
Spielstätten (Kulturpalast, Messe, Konzerthaus) anfielen
und Synergieeffekte aus Herkuleskeule und Bibliothek
ungenutzt blieben. Die Staatskapelle würde als Orchester
für die Oper nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen,
die Konzerttage der Philharmonie würden als Spieltage im
Kulturpalast wegfallen und müssten neu gefüllt werden. Von
all dem kein Wort bei den vereinigten Linken, dafür nur
Populismus statt Realismus!
Die CDU-Fraktion steht zum Grundsatzbeschluss von 2008 und
wendet sich gegen jede weitere Verzögerung. Wir stellen uns
gern Diskussionen zum Thema, sind aber nicht bereit, die
Grundsatzentscheidung wieder in Frage zu stellen und
ständig neuen unerfüllbaren Träumen nachzujagen.
Dr. Helfried Reuther
(Pressesprecher)
19.10.2009 |