Machtgier und mangelndes Demokratieverständnis von
Linken, SPD und Grünen blockieren weiterhin die Arbeit des
Jugendhilfeausschusses
Presseerklärung
Vor nicht einmal zwei Monaten war in einem
„Positionspapier der SPD-Fraktion zu Stil und Inhalt der
künftigen Ratsarbeit“ folgendes zu lesen: „Wir Mitglieder
der SPD-Fraktion möchten zusammen mit den anderen
Fraktionen einen neuen Stil in der Dresdner Kommunalpolitik
entwickeln…. Wir möchten in einem Stadtrat mitarbeiten, in
dem … die Fraktionen konstruktiv miteinander sprechen und
Kompromisse finden und getroffene Entscheidungen dann auch
umgesetzt werden. Wir wollen, dass Rat und Verwaltung
gemeinsam nach dem Besten der Stadt suchen und die
Interessen der Bürger nicht aus dem Fokus verlieren.“
Dass die SPD und mit ihnen die Grünen und die Linken davon
meilenweit entfernt sind, hat der gestrige Abend deutlich
gemacht, denn die erneute Wahl des Jugendhilfeausschusses (JHA)
im Stadtrat ist abermals zur reinen Machtdemonstration von
Linken, SPD und Grünen verkommen.
Nachdem die Landesdirektion Dresden unmissverständlich klar
gemacht hatte, dass die Zusammensetzung des
Jugendhilfeausschusses die Mehrheitsverhältnisse und
Fraktionsstärken im Stadtrat widerspiegeln soll, und auch
das Verwaltungsgericht Dresden den Antrag von Frau Stephan
von den Linken, die erneute Wahl zu untersagen, ablehnte,
war es nur folgerichtig, dass die Oberbürgermeisterin die
Neuwahl auf die Tagesordnung gesetzt hat. Laut
Stadtratswahlergebnis und den daraus resultierenden
Fraktionsstärken stehen der CDU drei Sitze, allen anderen
Fraktionen jeweils ein Sitz im neuen Jugendhilfeausschuss
zu. Mit ihrer offensichtlich taktischen Wahl verhinderte
die rote-grüne Einheitsfront nun bereits zum zweiten Mal
eine ordnungsgemäße Zusammensetzung des JHA. Die CDU
erhielt bei dieser Wahl 23 Stimmen, die Linke 16, SPD und
Grüne jeweils 7 Stimmen, die FDP 9 und die Bürgerfraktion 8
Stimmen. Damit würde die CDU jedoch nur zwei Sitze, dafür
aber die Linken ebenfalls zwei Sitze und alle anderen
Fraktionen jeweils einen Sitz erhalten. Es ist zu erwarten,
dass die Oberbürgermeisterin Widerspruch einlegen und die
Wahl ein drittes Mal ansetzen wird.
Der Vorgang erinnert sehr stark an die Besetzung des
Ortsbeirates Neustadt, der zuletzt über einen Zeitraum von
zwei Jahren nicht ordnungsgemäß gewählt werden konnte.
„Unter diesen Voraussetzungen kann der neue JHA nicht
zusammentreten und seine für alle Dresdner Kinder und
Jugendlichen wichtige Arbeit nicht aufnehmen. Wichtige
Entscheidungen können nicht getroffen werden, und die
Ausreichung von dringend benötigten Fördermitteln an die
freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe zugunsten der
vielfältigen Angebote in Dresden wird verhindert. Ebenso
kann der Jugendhilfeausschuss seiner Verantwortung im
Hinblick auf die Förderung aller Angebote der Kinder- und
Jugendhilfe in Dresden für das Jahr 2010 nicht gerecht
werden.“, so Patrick Schreiber MdL, jugendpolitischer
Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion.
„Dieser Vorgang ist einmalig in Sachsen. Wir fordern daher
alle Beteiligten, vor allem die Fraktionen Linke, SPD und
Grüne auf, sich ihrer Verantwortung für die Kinder- und
Jugendlichen in Dresden bewusst zu werden und endlich den
Weg für eine ordnungsgemäße Zusammensetzung des
Jugendhilfeausschusses frei zu machen. Dazu gehört für uns
vor allem die Akzeptanz des Stadtratswahlergebnisses vom
Juni dieses Jahres und die daraus resultierende
Zusammensetzung der Ausschüsse.“, so Schreiber weiter.
Es scheint, dass die vereinigten Rot-Rot-Grünen das Wohl
der Stadt und in diesem Fall ganz speziell das der Kinder
und Jugendlichen völlig aus den Augen verloren haben. Wir
möchten sie dringend auffordern, sich daran zu erinnern,
wozu sie sich als Stadtrat verpflichtet haben, nämlich
„…insbesondere die Rechte der Gemeinde gewissenhaft zu
wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu
fördern.“, und endlich zur Sacharbeit zu kommen.
Dr. Helfried Reuther
(Pressesprecher)
2.10.2009 |