Untersuchungsausschuss zum Technischen Rathaus ist
Unfug
Presseerklärung
Die CDU-Fraktion im Dresdner Stadtrat wird der von
Rot-Grün geforderten Einrichtung eines zeitweiligen
Ausschusses (Untersuchungsausschuss) zur Klärung der
Vorwürfe zum Technischen Rathaus nicht zustimmen.
Die Fraktionsvorsitzende Christa Müller: „Natürlich muss
rückhaltlos aufgeklärt werden, ob an den erhobenen
Vorwürfen etwas dran ist. Die Einrichtung eines
Untersuchungsausschusses ist aber Unfug. Der Stadtrat hat
gar nicht die Kompetenz, einen Untersuchungsausschuss mit
eigenen Rechten einzurichten. Alles, was ein solcher
Ausschuss machen könnte, wäre, die entsprechenden
Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu bitten, zu den erhobenen
Vorwürfen Stellung zu nehmen. In Anbetracht der laufenden
staatsanwaltlichen Ermittlungen wäre das weder Ziel führend
noch sinnvoll.“
Als Alternative schlagen wir die Einrichtung einer
gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Vertretern der Fraktionen des
Stadtrates und der Verwaltung vor. Die Entwicklungen im
Technischen Rathaus drängen zu schnellen Entscheidungen.
Das betrifft nicht nur die Vorwürfe zur
Gesundheitsgefährdung, sondern auch das Auslaufen des
Mietvertrags im nächsten Jahr. Eine gemeinsame
Arbeitsgruppe könnte diese Entscheidungen besser
vorbereiten. Damit kann auch der Eindruck vermieden werden,
dass hier von Seiten der Politik versucht wird, Einfluss
auf ein laufendes Strafverfahren zu nehmen. Die mögliche
Gefährdung von Mitarbeitern der Stadtverwaltung sollte
nicht für parteitaktische Spielchen genutzt werden. Es darf
aber auch keine Vorverurteilung der kritisierten Personen
stattfinden. Ob strafbare Handlungen stattgefunden haben
oder nicht, klärt einzig und allein der Staatsanwalt.
Im Übrigen war es die CDU-Fraktion, die im Sommer 2008 bei
der Verlängerung des Mietvertrags des Technischen Rathauses
auf umfassende Investitionen in die brandschutztechnische
Ertüchtigung und die tiefgreifende Untersuchung möglicher
Kontaminationen gedrängt hat. Gemeinsam mit dem
arbeitsmedizinischen Dienst und dem Personalrat der
Stadtverwaltung wurde durch die Fraktion ein entsprechender
Antrag erarbeitet und vom Stadtrat beschlossen (Anlage).
Gleichzeitig haben wir ein Sonderkündigungsrecht für den
Fall durchgesetzt, dass mögliche Gesundheitsgefährdungen
nicht abgestellt werden können.
Dr. Helfried Reuther
(Pressesprecher)
18.9.2009
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Antrag CDU-Fraktion zum technischen Rathaus (PDF, 40 kB) |