Rot-Grün-Braun gefährdet Tarifabschluss der DVB
Presseerklärung
Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung mit nur einer
Stimme Mehrheit beschlossen, dass die Landeshauptstadt
Dresden in der Verbandsversammlung des Verkehrsverbunds
Oberelbe (VVO) Erhöhungen der Beförderungsentgelte nicht
zustimmen darf, bis im gesamten Verbundraum ein
Sozialticket für Arme eingeführt wird. Damit gefährdet
Rot-Grün-Braun den lange überfälligen Tarifabschluss der
DVB.
„Dieser Beschluss ist blanker Unsinn!“, macht
Fraktionsvorsitzende Christa Müller ihrem Unmut Luft.
„Nicht nur, dass hier die Landeshauptstadt über die
umliegenden Kreise bestimmen soll, auch für die Mitarbeiter
der DVB ist dieser Beschluss schlecht. Angesichts der
anstehenden notwendigen Investitionen im Gleisnetz besteht
die reale Gefahr, dass damit jetzt das Geld fehlt, die
Mitarbeiter angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen.
Hier werden die Interessen der Arbeitnehmer gegen die von
Hartz-IV-Empfängern ausgespielt. Das ist nicht unsere
Vorstellung von sozialer Verantwortung!“
Dass die DVB sich zu einem modernen
Dienstleistungsunternehmen entwickelt hat und den
Kostendeckungsgrad von 17 % im Jahre 1991 auf inzwischen
fast 70 % verbessern konnte, ist vor allem auch den
Mitarbeitern zu verdanken, deren Gehälter 2000 für neun
Jahre eingefroren wurden.
„Seit Jahresbeginn befinden sich die Mitarbeiter wieder in
Tarifverhandlungen, um an den erreichten Verbesserungen
auch finanziell beteiligt zu werden. Sollte aber der o. g.
Beschluss tatsächlich umgesetzt werden, wird das die
Verhandlungen erheblich belasten.“ So Müller weiter.
Dr. Helfried Reuther
(Pressesprecher)
14.9.2009 |