CDU FRAKTION IM STADTRAT DERLANDESHAUPTSTADT DRESDEN

Bildung, Schule und Finanzen

Die Bevölkerungsprognosen für die Landeshauptstadt sind - sofern man dies von Prognosen überhaupt sagen kann - eindeutig: Dresden wächst und prosperiert. Seit einigen Jahren zeigt die Bevölkerungskurve kontinuierlich nach oben, eine Trendwende ist nicht in Sicht. Während diese positiven Nachrichten einen erfreulichen Gegensatz zu den teilweise hohen Bevölkerungsverlusten in anderen sächsischen Gemeinden zeichnen, erwachsen hier auch neue, gewaltige Aufgaben, die es zu bewältigen gilt.

Als vor Jahren im Zuge des demografischen Wandels einige Dresdner Schulen geschlossen werden mussten, ahnte noch niemand, dass sich dieser gar landes- und bundesweite Trend für Dresden zeitweise umkehren würde. Inzwischen ist Dresden „Geburtenhauptstadt“ der Bundesrepublik, nirgends werden mehr Kinder pro Frau (auch mit Tendenz zum Zweit- und Drittkind) geboren als in der größten sächsischen Elbstadt. Hinzukommend sanken die umzugsbedingten Abwanderungen auf einen Tiefststand, wohingegen die Zuwanderung gerade von Familien und jungen Menschen, deren Familiengründung noch bevor steht, einen neuen und konstanten Höchststand erreichte.

Der Bildungs- und Schulsektor wird die Landeshauptstadt daher in den kommenden Jahren vor einige Herausvorderungen stellen - allein im Rahmen des Schulnetzplans bedürfen zahlreiche Schulen einer Sanierung bzw. muss es gar Neugründungen/-bauten geben (fünf Grundschulen, sechs Mittelschulen, fünf Gymnasien). Gleichwohl hier mit einer finanziellen Förderung von Bund und Land zu rechnen ist, liegt der Hauptteil der zu stemmenden Finanzen bei der Landeshauptstadt selbst: Schätzungsweise ca. 500 Mio. € sollen bis zum Jahr 2024 in die Sanierung und den Neubau von Schulgebäuden investiert werden - eine gewaltige Summe. Trotz oder gerade wegen dieser Zahlen gibt es keine Alternative zu einer soliden Finanzpolitik, in der die Schuldenfreiheit Dresdens eine zentrale Rolle spielt.