Vertagung der Anträge zu den Straßenausbaubeiträgen im
Finanzausschuss-
Wahltaktik? Notwendig!
Presseerklärung
13.05.2009
Die heutige Presse wusste aus der nicht-öffentlichen
Sitzung des Finanzausschusses zu berichten, dass die
Anträge zu den Straßenausbaubeiträgen wieder vertagt
wurden. Stadtrat Dr. Leonhardt (z. Z. Bürgerfraktion)
kritisierte das „als miserablen politischen Stil.“
Was er aber in seinem Bericht offensichtlich nicht
erwähnte:
Die Anträge der FDP und Bürgerfraktion zu den
Straßenausbaubeiträgen wurden von den Einreichern selbst
mehrfach im Finanzausschuss und einmal im Stadtrat vertagt,
weil eine rechtliche Stellungnahme des sächsischen
Innenministeriums zu dem komplizierten Sachverhalt einer
Stichtagsregelung noch nicht vorlag. Diese lag auch am
Montag noch nicht vor, so dass es für die CDU-Fraktion noch
keinen neuen Sachverhalt gab und damit eine nochmalige
Vertagung wie in den Sitzungen vorher notwendig war. Ohne
diese Stellungnahme ist eine rechtssichere Entscheidung
nicht möglich. Das sah auch die Mehrheit des
Finanzausschusses so. Eine Verschiebung der Entscheidung
ist auf jeden Fall besser als eine falsche Entscheidung,
die möglicherweise korrigiert oder gar wieder aufgehoben
werden muss.
Dazu der finanzpolitische Sprecher der Fraktion, Stadtrat
Jürgen Eckoldt: „Wahltaktische Belange spielten dabei
überhaupt keine Rolle, da wir davon ausgehen, dass auch im
neuen Stadtrat eine CDU-Fraktion dieses Thema dann
sachkundig behandeln kann, im Gegensatz zum nunmehr
politisch heimatlosen Stadtrat Dr. Leonhardt.“
Entscheiden ohne Sachkenntnis: das ist miserabler
politischer Stil!
Dr. Helfried Reuther
(Pressesprecher)
13.05.2009 |